Die Kantone planen für 2027 unterschiedlich: Von 23 bereits vorgelegten Budgets rechnen elf mit roten Zahlen, während zwölf einen Überschuss ausweisen. Die Zahlen müssen noch von den Kantonsparlamenten genehmigt werden, wie SRF News Schweiz berichtet.
Die höchsten Überschüsse erwarten Zug mit 291 Millionen Franken, Bern mit 269 Millionen und Zürich mit 207 Millionen.
Die Situation könne im Hinblick auf die Budgets 2027 in einigen Kantonen noch positiv sein, zugleich zeichneten sich aber schwierige Perspektiven ab. Die Ausgaben seien bereits in den vergangenen Jahren stark gestiegen; nun kämen vor allem im Gesundheitswesen weitere Belastungen hinzu.
Bis 2030 könnten sich diese der Milliardengrenze nähern.
Ab 2028 soll zudem die einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen gelten. Dies dürfte nach Einschätzung Stockers erhebliche Auswirkungen auf die Finanzplanung haben.
Das Berner Budget sieht für 2027 zwar einen Überschuss von 269 Millionen Franken vor. In der Finanzplanung rechnet die Berner Regierung ab 2028 jedoch mit Mehrkosten von gegen einer Viertelmilliarde Franken durch die neue Finanzierung der Gesundheitsleistungen. Wegen der demografischen Entwicklung und der starken Zunahme von IV-Bezügerinnen und -Bezügern erwartet der Kanton bei den Ergänzungsleistungen zudem knapp 200 Millionen Franken zusätzliche Ausgaben.
Zusammen ergeben diese Belastungen rund eine halbe Milliarde Franken pro Jahr.
Massgeblich ist die Steuerkraft, die sich aus steuerbaren Einkommen, Vermögen und Unternehmensgewinnen ergibt. Ein budgetierter Überschuss oder ein Defizit spielt für die Ausgleichszahlungen keine Rolle. Deshalb kann Bern gleichzeitig hohe Ausgleichszahlungen erhalten und einen Überschuss budgetieren, während finanzstarke Kantone trotz ihrer Einzahlungen in den Finanzausgleich rote Zahlen schreiben.
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