Iran will seine Urananreicherung nicht aufgeben und sein Uran nicht übergeben. Das habe der Leiter der iranischen Atomenergieorganisation, Mohammad Eslami, erklärt, berichtete Arab News unter Berufung auf iranische Staatsmedien. Zuvor hatten die USA eine „bedeutende“ Verringerung der iranischen Anreicherungskapazitäten gefordert.
Eslami bezeichnete neue US-Drohungen gegen iranische Atomanlagen als nichts Neues. Die Urananreicherung sei ein untrennbarer Bestandteil des nuklearen Prozesses und werde unter keinen Umständen aufgegeben, sagte er dem Bericht zufolge. Ohne diesen Ausgangspunkt könne Iran keine Nuklearindustrie haben; diese sei ein Motor für Wissenschaft und Technologie.
Iran und die USA haben in den vergangenen Wochen Vorschläge ausgetauscht, die auf eine Beendigung des Krieges und die Wiederöffnung der Straße von Hormus zielen. Die wichtige Route für den weltweiten Energietransport könnte nach einem iranischen Vorschlag innerhalb von sieben Tagen wieder geöffnet werden, sofern die notwendigen Bedingungen erfüllt seien.
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi sagte am Donnerstag, Iran könne innerhalb weniger Tage auf eine Antwort der USA auf diesen Vorschlag reagieren. US-Präsident Donald Trump erklärte später am Donnerstag, die Vereinigten Staaten führten produktive Gespräche mit Iran. Vor den US-Kongresswahlen im November werde es keinen Angriff der USA geben.
Israel, die USA und andere westliche Staaten werfen Iran seit Langem vor, Atomwaffen anzustreben. Sie verweisen dabei auch auf die Anreicherung von Uran auf 60 Prozent. Dieser Wert liegt über dem für zivile Zwecke erforderlichen Niveau und näher an den 90 Prozent, die für eine Waffe benötigt würden. Iran bestreitet, Atomwaffen anzustreben. Iranische Behörden erklärten, Teheran könne sich bereit erklären, sein am höchsten angereichertes Uran zu verdünnen.
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