Syrien hat eine unabhängige und transparente Untersuchung zum Untergang des Frachters Alfa Watan im Schwarzen Meer gefordert. Das unter der Flagge Togos fahrende Schiff sank am Dienstagfrüh in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens. Zehn Besatzungsmitglieder werden vermisst: neun Syrer und ein Ägypter, berichtete Al Jazeera English.
Mazen Aloush von der syrischen Hafenbehörde verlangte von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation und den bulgarischen Behörden, zu klären, warum die Suche und Rettung eingestellt worden sei, bevor das Schicksal der Besatzung festgestanden habe. Das Schicksal der Seeleute sei weiterhin unbekannt, erklärte Aloush. Auch die Gründe für die Beendigung der Einsätze müssten festgestellt werden.
Bei dem Vorfall wurde außerdem der unter der Flagge von Palau fahrende Frachter Able getroffen und geriet in Brand. Die 18 türkischen und indischen Besatzungsmitglieder wurden von dem brennenden Schiff gerettet, während die Alfa Watan sank. Beide Handelsschiffe wurden laut der Handelsdatenbank Equasis von Unternehmen mit Sitz in der Türkei betrieben.
Die syrische Seeleutegewerkschaft teilte mit, der Kontakt zur Besatzung sei abgebrochen. Nach dem Ende der Suchmaßnahmen seien keine Überlebenden gefunden worden.
Aloush verurteilte den Angriff auf ein ziviles Handelsschiff als schweren Verstoß gegen die Sicherheit auf See und als Gefahr für Seeleute. Die syrische Generalbehörde für Häfen und Zoll beobachte den Vorfall eng. Aloush forderte die Behörden auf, alle verfügbaren technischen Mittel einzusetzen, um das Wrack zu lokalisieren und zu untersuchen. Dadurch solle geklärt werden, was zum Untergang geführt habe. Zudem verlangte er von internationalen und maritimen Organisationen stärkere Maßnahmen zum Schutz der Handelsschifffahrt angesichts zunehmender Angriffe auf die Schifffahrt im Schwarzen Meer.
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