Im Betreuungsjahr 2025/26 besuchten 332.468 Kinder bis zum Alter von fünf Jahren eine Krippe oder einen Kindergarten. Das entspricht 66,9 Prozent und damit einem Anstieg um acht Prozentpunkte gegenüber 2016/17, wie ORF News berichtete.
In den vergangenen beiden Halbjahren besuchten 36 Prozent der Kinder bis zwei Jahre eine Betreuungseinrichtung. Bei den Drei- bis Fünfjährigen waren es fast 95 Prozent. Insgesamt wurden 59,6 Prozent der Kinder in Einrichtungen betreut, deren Öffnungszeiten eine Vollzeiterwerbstätigkeit der Eltern ermöglichen. Im Jahr davor hatte dieser Anteil 60 Prozent betragen.
Bei den unter Zweijährigen lag die Betreuungsquote österreichweit bei 35,8 Prozent. Die niedrigsten Werte verzeichneten die Steiermark mit 24,0 und Oberösterreich mit 26,3 Prozent. In Niederösterreich nahm der Anteil seit 2016/17 mit einem Plus von 18,6 Prozentpunkten am stärksten zu, in Tirol mit 8,5 Punkten am geringsten.
Die Steiermark kam auf 89,3 Prozent. In dieser Altersgruppe veränderten sich die Quoten in den vergangenen zehn Jahren nur geringfügig.
Auch bei den Betreuungseinrichtungen mit dem sogenannten Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf waren die Unterschiede groß. Die Steiermark erreichte 32,5 Prozent, Oberösterreich 27,0 Prozent. Bei den Drei- bis Fünfjährigen reichte die Spanne von 39,0 Prozent in Kärnten bis 88,9 Prozent in Wien. Lenk sprach von einem deutlichen Stadt-Land-Gefälle.
Der Bericht zeigt außerdem Unterschiede bei der Erwerbsarbeit von Müttern und Vätern. Bei den Vätern arbeiteten laut Lenk acht von zehn in Vollzeit; Die Vaterschaft habe auf die Erwerbstätigkeit der Männer kaum Einfluss.
Mit dem Alter steigt die Betreuungsquote. Bei den unter Einjährigen lag sie bei 3,6 Prozent, bei den Einjährigen bei 35 Prozent. Bei den Fünfjährigen besuchten 98,1 Prozent eine Betreuungseinrichtung.
Bundesweit gab es 2025/26 insgesamt 9.262 institutionelle Betreuungseinrichtungen für Kinder bis fünf Jahre. Darunter waren 4.700 Kindergärten, 2.903 Kinderkrippen und Einrichtungen für Kleinkindbetreuung sowie 1.659 altersgemischte Betreuungseinrichtungen einschließlich Horten.
Der Anteil der Drei- bis Fünfjährigen mit nicht deutscher Muttersprache lag österreichweit bei 32,1 Prozent, in Wien bei 60 Prozent. Bauer sah dabei auch die Eltern gefordert und sagte, Eltern müssten selbst Deutsch lernen. Zugleich räumte sie ein, dass es regional zu wenige Plätze gebe und die Betreuungszeiten oft nicht ausreichten. Betreuung müsse eine Entscheidung der Eltern bleiben, die volle Wahlfreiheit haben sollten.
Die FPÖ kritisierte die Zahlen zu den Sprachkenntnissen und führte sie auf die Politik der offenen Grenzen für die Masseneinwanderung zurück. Arbeiterkammer und Österreichischer Gewerkschaftsbund bewerteten den Ausbau der elementaren Bildung positiv, verlangten aber wegen der regionalen Unterschiede eine Personaloffensive und einen besseren Betreuungsschlüssel.
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