Das Werk könnte vor dem Aus stehen, wie Spiegel Online berichtete.
Grundlage ist eine 2019 im Zukunftspakt des Unternehmens vereinbarte Schlechtwetterklausel. Sie verpflichtet Geschäftsführung und Betriebsrat zu Verhandlungen über Sparmaßnahmen, wenn sich wesentliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich verschlechtern. Nach Döllners Einschätzung sei dies nun der Fall. Der Betriebsrat prüfe derzeit, ob die Voraussetzungen für die Anwendung der Klausel erfüllt seien, sagte sein Vorsitzender am Standort Neckarsulm, Alexander Reinhardt. Danach sei die Arbeitnehmerseite bereit, Gespräche aufzunehmen.
Der Volkswagen-Konzern hatte im September ein historisches Sanierungsvorhaben angekündigt. Dem Sparplan zufolge hat der Audi-Standort Neckarsulm ein Jahr Zeit, ein Konzept zur Kostensenkung vorzulegen. Andernfalls drohe die Schließung. Neben den mehr als 15.000 Beschäftigten des Werks seien rund 1000 Zulieferunternehmen von der dortigen Produktion abhängig.
In Neckarsulm werden die Premiummodelle A5, A6, A8 und e-tron GT gebaut.
Besonders wettbewerbsfähige Werke in Europa kämen demnach auf rund 3000 Euro. Die in Neckarsulm produzierten Premiummodelle benötigten allerdings mehr Montagezeit als viele Kleinwagen.
Volkswagen-Chef Oliver Blume verteidigte auf der Betriebsversammlung den Sanierungskurs.
Audi-Gesamtbetriebsratschef Jens Stammler kritisierte die Schließungspläne für Neckarsulm.
Allein für den Abbau von Arbeitsplätzen soll die Sanierung Volkswagen zehn Milliarden Euro kosten.
Kommentare (0)