Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Einschätzung von US-Außenminister Marco Rubio zurückgewiesen, der Krieg befinde sich in einer diplomatischen Pattsituation.
Es gebe keine diplomatische Sackgasse, sagte er demnach bei einer Pressekonferenz in Pryluky. Russland müsse wirtschaftlich blockiert, Moskau zum Schweigen gebracht und seine Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden.
Er warf den USA Unwillen vor, den Kreml zu Gesprächen zu bewegen. Eine Freigabe von Starlink koste Washington nichts.
Rubio hatte zuvor erklärt, der Krieg befinde sich in einer Pattsituation. Die USA würden weiter an einer Lösung des Konflikts arbeiten. Selenskyj kritisierte außerdem, Washington interessiere sich für wirtschaftliche Beziehungen zu Russland und wolle zugleich zwischen den Kriegsparteien vermitteln.
Bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus waren dort zuletzt 22 Menschen getötet worden.
Eine ukrainische Delegation sei auf dem Weg in die USA, wo am Freitag zweitägige Verhandlungen beginnen sollten, sagte Selenskyj.
Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter teilte mit, der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner würden mit ukrainischen Vertretern einen neuen, abgestimmten Vorschlag erörtern. Dieser solle alle Aspekte des Konflikts umfassen und auf ein Ende des Krieges zielen. An dem Treffen sollten außerdem nationale Sicherheitsberater Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sowie Vertreter der Europäischen Union und der Nato teilnehmen.
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