Der Bund hat 2025 in Deutschland 157 Autobahnbrücken saniert. Im Jahr 2024 waren es noch 212.
Ursprünglich hatte das Ministerium geplant, jährlich 400 Brücken zu renovieren. Die Vorgabe stammt aus der Zeit der Ampelkoalition. Als Grund für die Verzögerungen nannte das Verkehrsministerium Einschränkungen durch die vorläufige Haushaltsführung.
Auch 2026 dürfte die Bundesregierung ihr Ziel verfehlen. Im ersten Halbjahr seien 70 Brücken-Teilbauwerke fertiggestellt worden, teilte das Ministerium von Steffen Bilger mit. Das seien etwas mehr als im ersten Halbjahr 2025. Weitere 100 Brücken-Teilbauwerke befänden sich derzeit im Bau und sollten bis Ende 2026 fertig werden. Insgesamt ergäben sich damit 170 Teilbauwerke.
Diese Zahl läge unter den Werten der Jahre 2022 bis 2024. Im Jahr 2021 wurden 124 Brücken fertiggestellt.
Michaelsen erklärte, viele Tausend Autobahnbrücken müssten dringend saniert werden. Kurzfristige Vollsperrungen wie bei der Rahmedetal- oder der Bonner Nordbrücke hätten in der Vergangenheit für große Aufmerksamkeit gesorgt und dramatische Folgen für Nutzer und Menschen in den betroffenen Regionen gehabt.
Teile dieses Sondervermögens sollen in die Renovierung von Autobahnbrücken fließen. Das Sondervermögen wurde im März 2025 beschlossen.
Diese Mittel sollen in die Verstärkung von Bauwerken fließen, die für Truppenverlegungen benötigt werden.
Michaelsen forderte, alle Autobahnneubauprojekte zumindest so lange auszusetzen, bis die Ziele des Brückenmodernisierungsprogramms erreicht seien. Die bundeseigene Autobahn GmbH soll künftig zudem eine weitere Einnahmequelle erhalten. Das Bundeskabinett stimmte am Mittwoch einem Gesetzentwurf zu, der ihr die Aufnahme privater Kredite ermöglichen soll. Eine Beschleunigung von Planung, Genehmigungen und Bautätigkeit sei damit jedoch nicht gewährleistet.
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