CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann schrieb auf X, Scham sei kaum noch ein Ausdruck.
Sie kritisierte, Schröder sei für Untersuchungsausschüsse wegen eines schweren Burn-outs zu krank gewesen, für gut dotierte Mandate in Russland und eine Geburtstagsfeier bei Putin reiche es aber noch. Sie nannte seinen Besuch eine Schande.
Sie habe allerdings nichts anderes mehr von ihm erwartet.
Nach Angaben des Kremls hatte Schröder am Mittwoch mit Putin dessen 74. Geburtstag gefeiert.
Auch Dennis Radtke, der Chef des CDU-Sozialflügels, kritisierte Schröder auf X. Radtke sprach zudem von einer Wunderheilung nach Art Rasputins.
Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner nahm Schröder hingegen in Schutz. Gegenüber dem Tagesspiegel sagte er, man müsse in Russland mit denjenigen reden, die dort seien. Schröder könne Türen zu Putin öffnen. Wenn der Besuch dem Frieden auch nur einen Millimeter gedient habe, sei er ein Erfolg gewesen.
Stegner erklärte, Schröder sei einer der wenigen Menschen mit Zugang zu Putin. Diesen Zugang müsse man nutzen. Schröder sei gegen den Krieg und werde Putin bestimmt nicht dazu ermuntert haben, den Krieg fortzusetzen.
Gegenüber T-Online sagte Stegner außerdem, Schröder sei kein aktiver Politiker und als Privatmann in Moskau gewesen.
In der Bundesregierung waren Putins Äußerungen auf deutliche Skepsis gestoßen.
Kommentare (0)