Drei ehemalige OpenAI-Forscher erklären, sie seien wegen ihrer Warnungen vor Sicherheitsrisiken entlassen worden. Das Unternehmen widerspricht und führt den Umgang der Betroffenen mit vertraulichen Informationen als Grund für die Beendigung ihrer Arbeitsverhältnisse an, wie die BBC berichtete.
Mikita Balesni schrieb, er glaube, die drei seien entlassen worden, weil sie der Sicherheit Vorrang vor den kurzfristigen Unternehmensinteressen von OpenAI gegeben hätten. Balesni veröffentlichte die Stellungnahme gemeinsam mit Tomek Korbak und Jasmine Wang. Die drei erklärten, sie hätten bis vor Kurzem als Mitarbeiter für Sicherheit oder sogenannte Alignment-Fragen bei OpenAI gearbeitet.
Am 2. Oktober teilte ein Sprecher des Unternehmens der BBC mit, eine Untersuchung habe bestätigt, dass die Betroffenen vertrauliche Informationen außerhalb der geltenden Unternehmensverfahren behandelt hätten. OpenAI bekräftigte diese Darstellung am Freitagmorgen in einer Mitteilung von Forschungsleitern. Die Entscheidungen hätten nichts damit zu tun, dass die Mitarbeiter Sicherheitsbedenken geäußert oder öffentlich Stellung bezogen hätten, hieß es darin. Die interne Untersuchung habe einen erheblichen Vertrauensbruch ergeben, der über die in dem veröffentlichten Schreiben genannten Punkte hinausgehe. OpenAI stehe deshalb zu der Entscheidung, die Beschäftigung nicht fortzusetzen.
Die ehemaligen Mitarbeiter erklärten, ihre Entlassungen hätten Beschäftigte bei OpenAI verunsichert. Diese hätten nun Angst, sich zu äußern und auf eine Weise zu arbeiten, die bis zur Vorwoche zum festen Bestandteil der Tätigkeit bei dem Unternehmen gehört habe.
Korbak schrieb, er habe über Monate Sicherheitsbedenken geäußert. Es gehe darum, dass OpenAI die Fähigkeit verliere zu überwachen, was KI-Agenten dächten. Diese Überwachung sei eines der besten Mittel, um Fehlverhalten der Systeme zu erkennen. Wang erklärte, die drei seien nicht die Ersten gewesen, die OpenAI unter verdächtigen Umständen verlassen mussten. Wenn Beschäftigte nicht gegen ein solches Vorgehen aufständen, werde es nach ihrer Einschätzung weitere Fälle geben.
Kommentare (0)