Bei zwei Angriffen auf den internationalen Flughafen von Riad sind drei saudische Staatsbürger getötet worden. Das teilte die saudische Zivilluftfahrtbehörde mit, wie BBC World berichtete. Die Huthi erklärten, sie hätten den Flughafen mit zwei Raketen angegriffen.
Nach Angaben der Behörde wurden zudem mehrere saudische Staatsbürger und Einwohner verschiedener Nationalitäten verletzt. Der erste Angriff am Donnerstag habe dem Flughafen gegolten, der zweite einem Flugzeug der staatlichen Fluggesellschaft Saudia. Unter den Getöteten sei ein Pilot gewesen, teilte die Airline mit. Der Flugverkehr sei anschließend wieder normal verlaufen.
Die Huthi erklärten außerdem, einen Flughafen in der Stadt Nadschran nahe der Grenze zum Jemen sowie den Luftwaffenstützpunkt Khamis Muschait weiter nördlich angegriffen zu haben. Saudi-Arabien bestätigte diese beiden Angriffe nicht.
Bei Angriffen auf zwei saudische Flughäfen am 6. und 7. Oktober waren bereits drei Menschen getötet worden. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen Abha seien zwei Menschen ums Leben gekommen und 28 verletzt worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde mit. Eine weitere Person sei am Flughafen King Khalid getötet worden.
Die neuen Angriffe ereigneten sich während einer Verschärfung der Kämpfe zwischen den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen im Jemen und den Huthi. Die Huthi kontrollieren den größten Teil des Nordwestens des Landes und werden vom Iran unterstützt.
Ein Sprecher des militärischen Flügels der Huthi erklärte, die früheren Angriffe auf saudische Flughäfen seien eine Reaktion auf die saudische Aggression gegen den Jemen gewesen. Saudi-Arabien habe in den vorangegangenen 24 Stunden 60 Luft- und Raketenangriffe ausgeführt. Die Huthi begründen ihre Angriffe auf Saudi-Arabien mit dessen Unterstützung für die Regierungstruppen im jemenitischen Bürgerkrieg.
Der Konflikt hat sich in den vergangenen Wochen verschärft, nachdem die Huthi bei einer schnellen Offensive strategisch wichtige Abschnitte der Küste am Roten Meer eingenommen hatten. Dazu gehörte der Hafen von Mokha an der Meerenge Bab al-Mandab. Regierungstreue jemenitische Truppen erklärten später, sie hätten die Meerenge am südlichen Ende des Roten Meeres gesichert.
Saudi-Arabien bildete 2015 eine Koalition, nachdem sich arabische Staaten zusammengeschlossen hatten, um die Huthi an der Machtübernahme im Jemen zu hindern. Nach Jahren von Luftangriffen und Bodenkämpfen wurde 2022 eine vorübergehende Waffenruhe vermittelt. Die Kämpfe hatten zum Tod Hunderttausender Menschen geführt und eine der schwersten humanitären Krisen der Welt ausgelöst. Die informelle Waffenruhe begann im Juli zu zerfallen.
Sie erklärten, damit auf eine ihrer Darstellung nach jahrelange saudische Blockade sowie auf einen Luftangriff auf den Flughafen von Sanaa zu reagieren.
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