Dem früheren Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums und den anderen Betroffenen werde eine Beteiligung an Wahlbeeinflussung und schädlichen Einflussoperationen vorgeworfen.
Nach Angaben des montenegrinischen Nachrichtenportals Vijesti richtete sich der Einsatz gegen „hybride Aktivitäten“ russischer Informationsnetzwerke. Unter den Festgenommenen seien auch Zvinchuks Ehefrau Valeria Zvinchuk, die als Kreativdirektorin von Rybar tätig sei, sowie drei weitere Personen.
Ministerpräsident Milojko Spajić bestätigte die Festnahme. Seine Regierung strebe den Beitritt Montenegros zur Europäischen Union bis 2028 an. Spajić erklärte, Montenegro schütze seine Interessen, und niemand werde die europäische Zukunft des Landes gefährden.
Das russische Nachrichtenportal Readovka berichtete, Geheimdienste hätten die Gruppe mehrere Tage lang überwacht. Sie sei nach Montenegro gereist, um Material über die Ausrichtung des Landes an der Visapolitik der EU zu drehen. Die Behörden hätten vermutet, dass das Material die Tourismusbranche, die Wirtschaft und die nationalen Interessen Montenegros schwächen solle.
Der russische Telegram-Kanal Baza meldete unbestätigt, Beamte hätten Zvinchuk um 7.30 Uhr Ortszeit im Mövenpick Hotel in Risan festgenommen. Die Gruppe sei zur Befragung nach Podgorica gebracht worden; ihre Telefone und Reisepässe seien beschlagnahmt worden. Rybar erklärte, sein Team habe sich rechtmäßig in Montenegro aufgehalten, um ein örtliches Kloster zu filmen, und rechne mit einer raschen Freilassung.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, teilte mit, die russische Botschaft in Podgorica bemühe sich, die Umstände der Festnahme zu klären. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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