Elon Musks Weltraumfirma SpaceX steigt mit dem Kauf landesweiter US-Frequenzen in den Mobilfunkmarkt ein. Das Geschäft setzt die Aktien etablierter Anbieter unter Druck, besonders die der Telekom und ihrer Tochter T-Mobile US, wie tagesschau berichtete.
SpaceX vereinbarte den Kauf eines Portfolios an 800-Megahertz-Frequenzen vom Finanzinvestor Grain Management. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Mit den Lizenzen will SpaceX Mobilfunkverbindungen direkt aus dem All auf herkömmliche Geräte wie Smartphones übertragen. Das Signal könne dabei auch Wände durchdringen, teilte das Unternehmen mit.
Der Dienst Starlink bietet bislang schnelles Internet von Satelliten aus dem All. Dafür sind auf der Erde ein Empfangsgerät mit eigener Antenne und freie Sicht zum Satelliten erforderlich.
Ein Sprecher von Verizon erklärte, die Frequenzen hätten ohne ein entsprechendes Mobilfunknetz keine Bedeutung.
Nach Einschätzung des Jefferies-Analysten Graham Hunt könnte Starlink als weiterer Kunde bei Betreibern von Mobilfunkmasten wie American Tower einsteigen. Die Aktien solcher Betreiber legten in den USA nachbörslich zu.
Die Telekom-Aktie verlor im DAX gegen den allgemeinen Trend über sechs Prozent und stand am Ende des Index.
Der DAX überschritt am Mittag wieder die Marke von 25.000 Punkten.
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