In Österreich sind heuer bereits 5.000 Phishing-Fälle mit einem polizeilichen Schaden von 19 Millionen Euro registriert worden.
Beim Phishing spähten Täter Passwörter aus und griffen anschließend Vermögenswerte von Konten ab. Holzer sagte, die Methoden änderten sich und Cyberkriminelle würden immer einfallsreicher. Derzeit würden etwa Textnachrichten verschickt, in denen Empfänger mit dem Hinweis getäuscht würden, ihre Registrierung für die ID Austria laufe ab. Auf diese Weise seien bereits 100 Menschen getäuscht worden. Der Schaden durch diese Methode belaufe sich auf 500.000 Euro.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) gab zu bedenken, die Aufklärung sei trotz der professionellen Polizeiarbeit sehr schwierig. Prävention und Vorbeugung seien entscheidend. Zugleich wolle er bei der Exekutive nachschärfen und den Cyberkriminellen entgegentreten. Für diese Form der Kriminalität seien Trainings-Center in Oberösterreich, Kärnten und dem Burgenland geschaffen worden. In Tirol werde demnächst eines eröffnet. Die übrigen Bundesländer würden 2027 folgen, kündigte Karner an.
Der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Martin Kocher, sagte, die OeNB habe die Aufgabe, zur Stabilität und Sicherheit beizutragen. Deshalb habe sie sich intensiv in die 2023 gegründete Plattform gegen Phishing eingebracht. Dieser gehörten inzwischen 60 Stakeholder an, darunter 25 Banken.
Im Vorjahr seien in Österreich über 5,6 Milliarden Zahlungen abgewickelt worden. 0,006 Prozent davon hätten einen betrügerischen Hintergrund gehabt. Kocher erklärte, die Betrüger arbeiteten mit Angst und bauten Druck auf. Zudem würden die Kriminellen zunehmend Künstliche Intelligenz einsetzen, wodurch die Betrugsmaschen glaubwürdiger würden.
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