Die Fraktionsspitze der Linken hält an ihrem Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak fest.
Wiese sagte, die Linke solle nach allem, was vorliege, klare Konsequenzen ziehen. Ein Wechsel in einen anderen Ausschuss wäre aus seiner Sicht lediglich eine Beruhigungspille und würde die Fragen nach Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit nicht lösen.
Linken-Fraktionschef Sören Pellmann erklärte, derzeit bestehe kein Bedarf für weitere Konsequenzen. Er habe unter anderem seine Chatverläufe offengelegt und sei bereit, dies bei weiteren Fragen erneut zu tun.
Er gab daraufhin seine Mitgliedschaft im Innenausschuss des Bundestages auf. Die Äußerungen zielten nach seiner Darstellung darauf, Menschen in Verlegenheit zu bringen und Dankbarkeit einzufordern.
Linke, Grüne und SPD in Berlin begannen am Donnerstag Sondierungsgespräche über ein mögliches Regierungsbündnis. Damit habe er zumindest nahegelegt, dass ein Ausschluss Koçaks Voraussetzung für eine rot-grün-rote Koalition sein könnte.
Koçak erklärte nach der Kritik Ende September, er habe eigenes Fehlverhalten eingeräumt. Die Linksfraktion solle ihre Arbeit im Innenausschuss unbelastet von der Debatte über seine Person fortsetzen können. Sein Bundestagsmandat behielt er.
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