Ein Schiff ist am Freitag 13 Seemeilen westlich von Al Jazeera in den Vereinigten Arabischen Emiraten von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen gelöscht worden sei, teilte die mit der britischen Marine verbundene Agentur UKMTO unter Berufung auf mehrere Quellen mit. Arab News berichtete darüber.
Nach Angaben von UKMTO seien der Zustand der Besatzung, das Ausmaß der Schäden und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt noch nicht bekannt. Die Behörden untersuchten den Vorfall. Eine Verantwortung für den Beschuss habe zunächst niemand übernommen.
Die britische maritime Risikomanagement-Gruppe Vanguard habe mitgeteilt, der Tanker sei um 10.00 Uhr Greenwich Mean Time getroffen worden und habe daraufhin einen Notruf wegen eines Feuers an Bord abgesetzt. Das Feuer sei anschließend gelöscht worden.
LSEG-Schiffsverfolgungsdaten zufolge habe der Tanker, der vollständig mit Öl beladen gewesen sei, zuletzt vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate vor Anker gelegen. Als Betreiber werde in Schifffahrtsdatenbanken die in Panama ansässige Gem No.2 Maritime Corp geführt. Das Unternehmen sei für eine Stellungnahme nicht erreichbar gewesen.
Der Vorfall ereignete sich außerhalb des Gebiets um die Straße von Hormus. Quellen aus dem maritimen Sicherheitsbereich hätten darin eine Ausweitung der Risiken für Schiffe gesehen. Bereits Anfang der Woche sei ein Tanker vor der Küste Katars innerhalb des Golfs getroffen worden.
Tanker seien einem höheren Risiko von Angriffen und Einschüchterungen ausgesetzt, während sie wichtige Lieferungen durch die Straße von Hormus zu transportieren versuchten. Hintergrund seien nach Angaben von Quellen, die Reuters in dieser Woche zitiert habe, neue Warnungen des Iran, nicht genehmigte Routen zu blockieren. Das von der US-Marine geleitete Joint Maritime Information Center habe am Donnerstag mitgeteilt, die Zahl der Vorfälle habe in den vergangenen Tagen zugenommen. Die Besatzungen müssten deshalb besonders aufmerksam sein, zudem sei eine zusätzliche Überwachung durch die Schifffahrtsbranche erforderlich.
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