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Nobelpreise 2026 würdigen Forschung an den Grenzen des Wissens

Die Nobelpreise für Physik, Medizin und Chemie führen von Neutrinos über lichtgesteuerte Nervenzellen bis zur asymmetrischen Chemie des Lebens. El País América verbindet die Entdeckungen mit der Rolle des Zufalls in der Wissenschaft.

Nobelpreise 2026 würdigen Forschung an den Grenzen des WissensSymbolbild
Foto: fill · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Physikpreis würdigt Neutrino-Forschung; IceCube im antarktischen Eis spürt die Teilchen auf
  • Der Medizinpreis ehrt die Optogenetik, mit der Nervenzellen per Licht aktiviert und Bewusstsein erforscht werden
  • Der Chemiepreis behandelt Chiralität und zeigt, wie Autokatalyse kleine Unterschiede zwischen Molekülformen verstärken kann

Die Nobelpreise für Physik, Medizin und Chemie würdigen 2026 Forschungsarbeiten, die sich grundlegenden Fragen über das Universum, das Leben und das Bewusstsein nähern. El País América stellt dabei Entdeckungen in den Mittelpunkt, die aus der Untersuchung kleinster Teilchen, Proteine und chemischer Reaktionen hervorgegangen seien.

Der Physikpreis steht demnach im Zusammenhang mit Neutrinos. Die elektrisch ungeladenen Teilchen hätten eine winzige Masse und durchquerten den größten Teil der Materie, ohne Spuren zu hinterlassen. Ihre Masse und ihre Fähigkeit, während ihrer Reise ihre Identität zu verändern, seien bekannt. Warum ihre Masse so klein sei und wie Neutrinos in eine vollständige Theorie der Elementarteilchen passten, sei jedoch offen.

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Francis Halzen entwickelte IceCube, ein Teleskop im antarktischen Eis. Dafür wurde ein Kubikkilometer Eis genutzt, um Neutrinos aufzuspüren. Weil diese Teilchen kaum mit Materie wechselten, könnten sie das Universum nahezu unverändert durchqueren und Informationen liefern, die Licht nicht übermitteln könne. Halzen habe eingeräumt, dass seine fehlenden Kenntnisse über bestimmte Probleme der Eisoptik möglicherweise hilfreich gewesen seien. Hätte er zuvor gewusst, warum das Vorhaben kaum funktionieren könne, hätte er es vielleicht nicht versucht.

Der Medizinpreis würdigt laut der Darstellung die Optogenetik. Die Methode ermöglicht es, bestimmte Nervenzellen mit Licht zu beeinflussen und dadurch zu untersuchen, welche Wahrnehmungen, Bewegungen oder Verhaltensweisen von ihnen abhängen.

Peter Hegemann und Georg Nagel untersuchten, wie sich die einzellige Alge Chlamydomonas am Licht orientiert. Dabei identifizierten sie lichtempfindliche Proteine, die Channelrhodopsine. Karl Deisseroth und seine Mitarbeiter übertrugen diesen Mechanismus auf Nervenzellen und zeigten 2005, dass sich diese mit Lichtimpulsen aktivieren ließen. Die Methode habe damit einen Zugang zur Untersuchung des Bewusstseins eröffnet, der auf einem biologischen Schalter aus einer Alge beruhe.

Der Chemiepreis befasst sich mit der Chiralität von Molekülen. Viele Moleküle existierten in zwei spiegelbildlichen Formen, die dieselben Bestandteile hätten, sich aber nicht zur Deckung bringen ließen. Die Chemie stelle beide Formen bereit, während das Leben für Proteine und die Zucker seiner Nukleinsäuren jeweils unterschiedliche Formen nutze.

Welche Folgen diese Ausrichtung haben könne, habe die Geschichte des Medikaments Thalidomid gezeigt. Es sei Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre schwangeren Frauen gegen Übelkeit verabreicht worden und habe bei Tausenden Babys schwere Fehlbildungen verursacht. Eine Molekülform sei mit der therapeutischen Wirkung, die andere mit der teratogenen Wirkung verbunden gewesen.

Henri Kagan zeigte, dass sich eine zunächst geringe Bevorzugung einer spiegelbildlichen Molekülform während einer chemischen Reaktion verstärken könne. Kenso Soai entdeckte anschließend eine autokatalytische Reaktion, bei der das entstehende Produkt die Bildung weiterer Moleküle derselben chiralen Form begünstige. Dadurch könne ein anfänglich kaum wahrnehmbarer Unterschied dazu führen, dass eine der beiden Formen in einer Molekülpopulation überwiege. Auch zufällige Schwankungen könnten auf diese Weise verstärkt werden.

Ob ein ähnlicher Prozess am Ursprung der Asymmetrie des Lebens gestanden habe, sei nicht bekannt. Die Reaktion von Soai biete jedoch einen möglichen Mechanismus dafür, wie aus einem winzigen Unterschied eine gerichtete Entwicklung entstehen könne.

Die drei Auszeichnungen verbinde nach der Analyse von El País América der Gedanke, dass große wissenschaftliche Fragen über konkrete Einzelheiten verfolgt würden. In allen drei Fällen habe auch der Zufall eine Rolle gespielt: als Zusammentreffen eines unvorhergesehenen Ereignisses mit der Fähigkeit, dessen Bedeutung zu erkennen.

Der Text stellt diese Sicht der Wissenschaft in eine Verbindung mit Ramon Llulls Vorstellung aus dem Jahr 1296, wonach einzelne Wissensbereiche nur als Teile eines gemeinsamen Ganzen Bedeutung erhielten. Auch im Zeitalter künstlicher Intelligenz bleibe deshalb die Frage bestehen, warum den Menschen dieses Ganze wichtig sei. Das menschliche Bewusstsein suche trotz seiner Bindung an einen Körper und einen Augenblick nach Zusammenhängen, die über das einzelne Detail hinausreichten.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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