Die Polizei war gegen 17 Uhr zu einem Wohnhaus gerufen worden, nachdem Schüsse gemeldet worden waren. Zeugen hätten den bewaffneten Angreifer zunächst außerhalb des Hauses gesehen, bevor er in das Gebäude gegangen sei. Einsatzkräfte fanden zwei Frauen mit tödlichen Schussverletzungen auf der Straße.
Anschließend umstellten Polizisten und taktische Einsatzkräfte das Haus. Aus dem Gebäude seien weitere Schüsse zu hören gewesen. Die Beamten drangen daraufhin ein und fanden im Inneren sieben weitere Opfer, darunter Kinder, sowie den mutmaßlichen Täter.
Nach Einschätzung der Ermittler starb der Angreifer durch einen selbst zugefügten Schuss. Polizeichef Rick Lorah sagte, der Verdächtige sei tot. Nach den derzeit vorliegenden Informationen bestehe keine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit. Die Ermittlungen zu den Umständen und zum Motiv liefen weiter.
Auch die Stadt Erie bestätigte den Tod des mutmaßlichen Schützen und erklärte, die unmittelbare Gefahr sei vorüber. Die Situation sei eingedämmt. Die Stadt bezeichnete die Tat als schreckliche Tragödie.
Nach Angaben des Gun Violence Archive war die Tat in Erie mindestens die 19. Massentötung des Jahres. Das Archiv zählt Fälle mit mindestens vier getöteten Opfern. Zudem verzeichnete es seit Jahresbeginn mehr als 500 Schusswaffenangriffe in den USA, bei denen mindestens vier Menschen getötet oder verletzt wurden.
Viele dieser Massentötungen gelten dem Archiv zufolge als sogenannte Familientötungen, bei denen ein Täter mehrere nahe Angehörige tötet. Forderungen nach strengeren landesweiten Waffenbeschränkungen gibt es in den USA seit Jahren. Der Kongress hat solche Beschränkungen bislang nicht beschlossen.
Kommentare (0)