Für die Umsetzung ist noch eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament erforderlich.
Beim jüngsten Fördercall ging es um 38,5 Millionen Euro an Investitionszuschüssen. Am Donnerstag (8. Oktober) dürfte die Fördervergabe in ihre letzte Runde gegangen sein.
Die bisherige Investitionsförderung soll durch einen Speichersystembonus ersetzt werden. Voraussetzung soll ein Energiemanagementsystem sein. Es soll dafür sorgen, dass erzeugter Sonnenstrom gespeichert, später genutzt oder bei Bedarf ins Netz abgegeben wird.
Bei neuen Speichersystemen für neue PV-Anlagen soll ein Wechselrichter „Made in Europe“ vorgeschrieben werden. Für die Nachrüstung bestehender Anlagen ist weiterhin ein Made-in-Europe-Bonus geplant. Die Maßnahme soll die Systemkosten dämpfen und die Wertschöpfung in Europa halten.
Die Abwicklung soll sich ändern. Statt einzelner Fördercalls mit Zeitfenstern von wenigen Sekunden ist ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell nach dem Vorbild des Handwerkerbonus vorgesehen. Haushalte und Betriebe könnten ihre Projekte damit unabhängig vom nächsten Call umsetzen. Für Unternehmen soll sich dadurch eine gleichmäßigere Auftragslage ergeben.
Offen ist noch, wie hoch die Förderungen ausfallen. Auch konkrete Förderbedingungen und technische Kriterien für den Bonus fehlen. Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) verspricht laut dem Bericht mehr Planungssicherheit.
November 2026 abgerechnet oder in Betrieb genommen werden, sollen 2027 im neuen System eingereicht werden können.
In Kärnten gibt es weiterhin eine Förderung für die PV-Anlage selbst. Jänner 2026 errichtet wurden. Für die Nachrüstung eines Speichers bei einer bestehenden Anlage sind 1000 Euro vorgesehen.
Am Montag (12. Dezember 2026 können Anträge eingereicht werden, dafür stehen 10 Millionen Euro bereit. Insgesamt hat das Land heuer 22 Millionen Euro an PV-Förderungen ausgeschüttet. Landesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) nennt als Ziele Eigenverbrauchsanlagen und eine Entlastung der Stromnetze.
Energienetze Steiermark begrüßt den geplanten Wechsel zu Speicherförderungen. Konzernsprecher Urs Harnik sagte, dies entlaste die Netze und erhöhe die Effizienz bei der Nutzung des Sonnenstroms.
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