Drei indische Seeleute haben Rumänien verlassen und die Rückreise nach Indien angetreten. Sie waren nach dem Angriff auf den türkischen Frachter MV Royad Mammadov im Schwarzen Meer gerettet worden, berichtete Hindustan Times World unter Berufung auf die indische Botschaft in Bukarest.
Bei den Geretteten handelt es sich um Sahil S., Ashwini K. und Harman S. Die Botschaft habe ihre Rückkehr unterstützt und den rumänischen Behörden, dem Kreiskrankenhaus Constanța sowie den rumänischen Rettungsteams für deren Hilfe gedankt.
Das Schiff gehört einem türkischen Unternehmen und transportierte Mais vom ukrainischen Hafen Ismajil nach Ravenna in Italien. Es wurde zu Wochenbeginn außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer von einer russischen Drohne getroffen. Zwei ausländische Seeleute starben, mehrere Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Die Nationalität der Getöteten war zunächst nicht bekannt.
Alle drei indischen Staatsangehörigen überlebten den Angriff. Einer wurde verletzt und in Rumänien medizinisch behandelt. Nach einem Besuch eines Botschaftsvertreters am 7. Oktober waren zwei der Geretteten in einem Hotel untergebracht, während der dritte im Kreiskrankenhaus in Constanța behandelt wurde. Ihr Zustand sei stabil gewesen, teilte die Botschaft mit.
Die Vertretung stellte über den örtlichen Agenten des Schifffahrtsunternehmens unter anderem Mobiltelefone und über ein indisches Restaurant Essen bereit. Sie stehe weiterhin in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden und unterstütze die drei Seeleute.
Nach dem Seafarer Workforce Report 2026 von BIMCO und ICS stellt Indien 311.936 maritime Fachkräfte für die weltweite Schifffahrtsbranche. Das entspreche 12,16 Prozent der globalen Seefahrtsbelegschaft. Indien liege damit hinter den Philippinen und vor China, der Russischen Föderation und Indonesien.
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