InstaNews Die Zeitung
Politik

Philippe Sands kritisiert Deutschlands Verhalten zu Gaza

Der britisch-französische Schriftsteller und Jurist Philippe Sands hat den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. In seiner Dankesrede kritisierte er Deutschlands Schweigen zu Israels Vorgehen im Gazastreifen und im Westjordanland.

Philippe Sands kritisiert Deutschlands Verhalten zu Gaza
Foto: Archivfoto: Harald Krichel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Das Wichtigste in Kürze

  • Philippe Sands erhielt in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und kritisierte Deutschlands Gaza-Politik
  • Sands forderte universell geltendes Recht und ein Ende des Schweigens über mögliche Verbrechen von Staaten
  • Das Publikum applaudierte, während Steinmeier und die Bundesjustizministerin nicht klatschten

Philippe Sands hat in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. In seiner Dankesrede kritisierte der 65-jährige britisch-französische Rechtsanwalt und Schriftsteller die Bundesregierung für ihren Umgang mit Israels Vorgehen im Gazastreifen und im Westjordanland, berichtete die Süddeutsche Zeitung.

Sands habe erklärt, Frieden brauche Gerechtigkeit, Gerechtigkeit brauche Regeln und Recht müsse universell statt selektiv gelten. Deutschland kenne sich mit ethnischer Säuberung aus, habe er gesagt, und deshalb müsse das Schweigen überwunden werden.

Deutsche Gerichte entscheiden über Bamf-Klagen im Schnitt nach 15,3 Monaten
Auch interessantDeutsche Gerichte entscheiden über Bamf-Klagen im Schnitt nach 15,3 Monaten

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung habe das Publikum Sands’ Ausführungen mit Applaus aufgenommen. Auch der Frankfurter Oberbürgermeister habe geklatscht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Bundesjustizministerin hätten dagegen nicht applaudiert.

Sands habe in der Rede betont, Schweigen über Verbrechen sei ein Gegenstand, den er anfechte und über den er schreibe. Das Brechen dieses Schweigens müsse auch Verbrechen einschließen, die möglicherweise von einem Staat begangen würden, der gegründet worden sei, um Menschen zu schützen, die im Namen des deutschen Staates Leid erfahren hätten.

Der Preisträger hat an Internationalen Gerichtshöfen serbische Kriegsverbrechen verhandelt.

Sands’ Großvater stamme aus Lemberg, dem heutigen Lwiw in der Ukraine, und habe den Holocaust überlebt. Vor 16 Jahren habe Sands bei einer Einladung zu einem Vortrag in Lwiw entdeckt, dass zwei Männer von dort stammten, die an der Entstehung der Begriffe Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord beteiligt gewesen seien.

Nach der Feier verließ Sands die Paulskirche als Erster. Steinmeier bot ihm seinen Arm an und begleitete ihn unter dem Applaus der 700 Gäste aus dem Saal.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

Teilen:XWhatsAppFacebookTelegramLinkedInE-Mail

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Sei der Erste.
Bitte bleib sachlich und respektvoll. Keine Hassrede, Beleidigungen, Werbung oder rechtswidrigen Inhalte. Verstossende Kommentare werden entfernt.

Mit dem Absenden akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.