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Krieg und Schulden prägen die IWF- und Weltbanktreffen in Bangkok

Bei den Jahrestreffen von Internationalem Währungsfonds und Weltbank stehen der Krieg der USA und Israels gegen Iran, steigende Energiepreise und die wachsende globale Verschuldung im Mittelpunkt.

Krieg und Schulden prägen die IWF- und Weltbanktreffen in BangkokSymbolbild
Foto: Squirrel_photos · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Krieg gegen Iran, Energieversorgungsschock und steigende Zinsen belasten das ohnehin schwache globale Wirtschaftswachstum
  • US-Finanzminister Scott Bessent sagt seine Teilnahme ab und entsendet zwei hochrangige Beamte als Vertreter
  • Die öffentliche Verschuldung erreicht laut IWF den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg und übersteigt vor 2030 100 Prozent der Wirtschaftsleistung

Finanzvertreter aus aller Welt beraten in dieser Woche in Bangkok über die Folgen des Krieges der USA und Israels gegen Iran, einen starken Schock bei der Energieversorgung und steigende Zinsen. Die drei Entwicklungen gefährden das ohnehin schwache globale Wirtschaftswachstum. Das berichtet Al Jazeera English.

Der Krieg gegen Iran dauert nach Angaben des Berichts inzwischen acht Monate. Seine Auswirkungen auf die Inflation sollen die Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank maßgeblich bestimmen. Die Treffen finden erstmals seit drei Jahren außerhalb Washingtons statt.

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IWF-Chefin Kristalina Georgieva sagte der Nachrichtenagentur Reuters, für die Zusammenkunft seien 18.000 Menschen registriert. Das seien 4.000 mehr als bei den letzten Treffen außerhalb des Sitzes in Washington, die im Oktober 2023 in Marokko stattgefunden hätten.

Nicht teilnehmen wird US-Finanzminister Scott Bessent. Ein US-Regierungsvertreter sagte, Bessent habe wegen „innerstaatlicher Verpflichtungen“ zwei hochrangige Beamte an seiner Stelle entsandt. Der Vorsitzende des Gouverneursrats der US-Notenbank, Kevin Warsh, werde anreisen und am 16. Oktober an einer öffentlichen Veranstaltung mit Georgieva teilnehmen.

Auch mehrere Finanzminister blieben wegen Haushalts- und Wahlaufgaben in ihren Ländern. Die meisten Notenbankchefs würden dagegen teilnehmen, sagte Georgieva.

Bessents Absage betrifft auch ein Treffen der Gruppe der 20 großen Volkswirtschaften (G20), deren Vorsitz in diesem Jahr die USA führen. Sie könnte nach Einschätzung des Berichts bei anderen Finanzvertretern für Unmut sorgen. Als Gründe werden die Spannungen wegen des Iran-Krieges, der Kampf der Ukraine gegen die russische Invasion und die US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof genannt.

Die G7-Staaten vereinbarten unter dem Druck von US-Präsident Donald Trump, 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus Notreserven freizugeben. Trump wolle vor den Wahlen im November niedrigere Benzinpreise erreichen. Bei diesen Wahlen könnte seine Republikanische Partei die Kontrolle über den US-Kongress verlieren.

Trump kündigte am Freitag außerdem eine Vereinbarung mit Russland an, durch die weitere Diesel-Mengen auf den Weltmarkt gelangen sollen. Zugleich setzte er US-Sanktionen, die Moskau Einnahmen aus dem Krieg gegen die Ukraine entziehen sollen, vorübergehend aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Schritt umgehend.

Seit Beginn des Krieges am 28. Februar wurden mehr als eine Milliarde Barrel Öl freigegeben, vor allem aus gewerblichen Lagerbeständen an Land. Vertreter der Branche erklärten, die für den Weltmarkt zugänglichen Vorräte gingen zur Neige. Das mache den Markt anfälliger und verstärke den Preisdruck.

Der IWF rechnet weiterhin mit einem weltweiten Wachstum von drei Prozent im Jahr 2026. Für das darauffolgende Jahr könnte er seine Prognose leicht anheben. Herabstufungen seien unter anderem für die Ukraine und für Golfstaaten zu erwarten, die von iranischen Angriffen und deutlich geringeren Energieexporten betroffen seien.

Eine am Dienstag veröffentlichte IWF-Analyse ergab, dass starke Anstiege bei Lebensmittel- und Energiepreisen immer häufiger Krisen auslösten. Sie erhöhten die Inflationserwartungen für längere Zeit, verschärften die Armut und gefährdeten die wirtschaftliche Stabilität.

Zusätzliche Sorgen bereitet den politischen Entscheidungsträgern die wachsende öffentliche Verschuldung. Nach Angaben des IWF liegt sie auf dem höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg und werde vor 2030 mehr als 100 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen.

Die Industriestaaten, angeführt von den USA, haben die höchsten Schuldenquoten gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung. Schwellen- und einkommensschwache Länder seien jedoch besonders anfällig. Zu den Belastungen zählen Kapitalabflüsse wegen höherer US-Zinsen, durch das Klimaphänomen El Niño ausgelöste Wetterextreme und fehlende Investitionen in künstliche Intelligenz.

Entwicklungsländer müssten ihre hohen öffentlichen Schulden zu höheren Zinsen neu verhandeln. Zusammen seien sie 2026 mit 400 Milliarden Dollar an Zahlungen an ausländische Gläubiger konfrontiert. Die Zinszahlungen überstiegen bereits durchschnittlich zehn Prozent ihrer Einnahmen.

Viele einkommensschwache Länder sorgen sich zudem über neue Empfehlungen des IWF für Kreditprogramme. Diese sehen weniger, dafür tiefgreifendere Reformen als Bedingung für Kredite vor. Nach Einschätzung vieler betroffener Länder könnte dies zu schmerzhaften Sparmaßnahmen führen.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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