Parteichef Zoran Stevanović ist Parlamentspräsident, obwohl Resnica die kleinste Parlamentsfraktion stellt.
Janša habe für die Abschaffung des Rundfunkbeitrags geworben, weil die Bürgerinnen und Bürger derzeit ohnehin stark belastet würden. Die Gebühr sei ihnen deshalb nicht zuzumuten. Außerdem sei es ungerecht, dass auch Menschen zahlen müssten, die RTV Slovenija nicht sähen.
Gegen die Abschaffung wandten sich neben liberalen und linksgerichteten Oppositionsparteien auch Journalistenvertreter. Maja Sever, die Vorsitzende der Europäischen Journalistenföderation, habe die Abstimmung als Reifeprüfung für die slowenische Gesellschaft bezeichnet und auf das Referendum in der Schweiz verwiesen. Dort hätten sich die Menschen für den Erhalt des öffentlich-rechtlichen Mediums und der Rundfunkgebühr entschieden. Slowenien könne zu einem sehr schlechten Beispiel werden und andere europäische Staaten zu ähnlichen Vorhaben bringen, habe Sever erklärt.
Der Beitrag beträgt monatlich 14,02 Euro. Nach Janšas Vorstellungen soll die Zahlung künftig freiwillig sein. RTV Slovenija nahm im Vorjahr 152,1 Millionen Euro ein, davon 109,1 Millionen Euro oder fast 70 Prozent aus Rundfunkbeiträgen.
Slowenien ist das dritte europäische Land, in dem über die Rundfunkgebühr abgestimmt wird. In der Schweiz hatten die Stimmberechtigten im März mit 62 Prozent eine Volksinitiative abgelehnt, die eine Senkung der jährlichen Gebühr von 335 auf 200 Franken vorgesehen hatte. In der Slowakei scheiterte ein Referendum zur vollständigen Abschaffung 2010 am Beteiligungsquorum von 50 Prozent.
Insgesamt stimmten die Slowenen über vier Fragen ab. Zwei weitere Vorhaben der Mitte-Rechts-Regierung betrafen die Abschaffung des kommunalen Ausländerwahlrechts und verpflichtende gemeinnützige Arbeit für Sozialhilfe-Empfänger. Nach den Teilergebnissen wurden beide Vorhaben mit 57,1 beziehungsweise 62,4 Prozent angenommen.
Die drei Volksbefragungen standen einem verbindlichen Referendum gegenüber, das die linksgerichtete Opposition erzwungen hatte. Es richtete sich gegen eine Novelle des Gesetzes über parlamentarische Untersuchungsausschüsse, die nach Kritikern Willkürakte der jeweiligen Regierungsmehrheit ermöglichen würde. Nach den Teilergebnissen stimmten 50,7 Prozent für die Novelle. Die Beteiligung lag bei 47 Prozent und damit auf einem Rekordwert für Referenden in Slowenien.
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