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West-Nil-Virus breitet sich in Frankreich weiter aus

Frankreich hat seit Beginn der saisonalen Überwachung 161 Infektionen mit dem West-Nil-Virus und fünf Todesfälle registriert. Fachleute führen die zunehmende Verbreitung in Europa auch auf den Klimawandel zurück.

West-Nil-Virus breitet sich in Frankreich weiter ausSymbolbild
Foto: 41330 · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreich registrierte seit dem 1. Mai 161 lokal erworbene West-Nil-Infektionen, darunter 60 mit neurologischen Folgen und fünf Todesfälle
  • Das Virus hat sich über Südfrankreich hinaus bis in die Île-de-France mit Paris ausgebreitet
  • Übertragen wird das Virus durch Gemeine Stechmücken; eine direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung findet nicht statt

Frankreich hat seit Beginn der saisonalen Überwachung am 1. Mai 161 lokal erworbene Infektionen mit dem West-Nil-Virus registriert. Unter den Erkrankten waren 60 Fälle mit neurologischen Folgen und fünf Todesfälle, wie AllAfrica unter Berufung auf RFI berichtet. Die französische Gesundheitsbehörde Santé Publique France meldete damit 16 Fälle mehr als in der Vorwoche.

Die Überwachung läuft bis zum 30. November. Von den 161 Fällen verliefen 28 ohne Symptome und wurden bei routinemäßigen Untersuchungen von Blutspenden entdeckt. 133 Menschen hatten Beschwerden. Santé Publique France warnte, die Daten erlaubten keine Feststellung, ob die fünf Todesfälle auf die Infektion mit dem Virus zurückzuführen seien.

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Im Sommer 2025 waren 62 Fälle und fünf Todesfälle registriert worden. Das Virus hat sich inzwischen über die traditionellen Verbreitungsgebiete im Süden Frankreichs hinaus in weitere Regionen ausgebreitet, zuletzt auch in die Region Île-de-France mit Paris.

In 80 Prozent der Fälle bleibt die Erkrankung ohne erkennbare Symptome. Bei 20 Prozent ähneln die Beschwerden einer Grippe und umfassen Fieber und Kopfschmerzen. In seltenen Fällen kann das Virus eine Entzündung des Gehirngewebes oder eine Hirnhautentzündung verursachen und tödlich verlaufen. Einen kommerziell verfügbaren Impfstoff oder eine vorbeugende Behandlung gibt es nicht.

Der Virologe Yannick Simonin von der Universität Montpellier sagte gegenüber Franceinfo, die aktuellen Zahlen seien möglicherweise nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Fälle. Es gebe möglicherweise zehnmal so viele nicht erkannte Infektionen, weil Menschen mit grippeähnlichen Beschwerden nicht immer einen Arzt aufsuchten und das Virus auch bei einer Untersuchung nicht zwingend diagnostiziert werde.

Übertragen wird das Virus durch Culex pipiens, die Gemeine Stechmücke. Sie infiziert sich bei Vögeln, darunter Zugvögeln aus Afrika oder Vögeln, die sich in Europa angesteckt haben. Die medizinische Entomologin Anna-Bella Failloux vom Institut Pasteur sagte gegenüber RFI, eine Übertragung von Mensch zu Mensch finde nicht statt. Ausnahmen seien seltene Fälle durch Bluttransfusionen oder Transplantationen.

Vögel könnten das Virus in sich tragen, ohne Symptome zu entwickeln, und Mücken anstecken. Menschen und Pferde seien sogenannte Fehlwirte, weil sie keine ausreichend hohe Viruskonzentration entwickelten, um weitere Mücken zu infizieren.

Nach Angaben Simonins zirkuliert das Virus derzeit in Europa besonders stark. In Europa seien knapp 80 Todesfälle verzeichnet worden, ein großer Teil der gemeldeten Fälle entfalle auf Italien. Die EU-Gesundheitsbehörde teilte im Vormonat mit, 15 europäische Länder hätten in diesem Jahr mehr als 1.000 Fälle registriert.

Fachleute führen den Anstieg auch auf die globale Erwärmung zurück. Failloux erklärte, die historische Dürre in diesem Sommer habe den Kontakt zwischen Mücken und Vögeln begünstigt, weil beide sich an wenigen verbliebenen Wasserstellen konzentriert hätten. Wärmere Temperaturen verkürzten zudem die Entwicklung der Mücken: Bei 25 Grad dauere der Weg vom Ei zum erwachsenen Tier acht bis zehn Tage, bei 30 oder 35 Grad nur sechs oder sieben Tage.

Dadurch steige die Mückendichte, während weitere Gebiete für ihre Entwicklung geeignet würden. Fälle gebe es inzwischen auch in Berlin und den Niederlanden. Simonin sagte, höhere Temperaturen und Stürme könnten die Eiablage fördern. Der Klimawandel könne zudem Vogelbestände, ihr Verhalten und ihre Zugrouten beeinflussen.

Simonin forderte eine Überwachung auf institutioneller Ebene. Es müsse besser untersucht werden, welche Vogelarten das Virus in die Region Île-de-France brächten und welche es dort aufrechterhielten.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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