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EU verbietet weitere PFAS-Produkte in Kleidung und Kosmetik

Seit dem 10. Oktober gelten in der EU weitere Beschränkungen für PFAS in Textilien, Leder, Schuhen, Pelzen, Häuten und Kosmetik. Betroffen ist zunächst nur eine kleine Gruppe der PFAS-Chemikalien.

EU verbietet weitere PFAS-Produkte in Kleidung und KosmetikSymbolbild
Foto: Pexels · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 10. Oktober sind PFHxA, ihre Salze und verwandte PFAS in Kleidung und Kosmetik über Grenzwerten verboten
  • PFAS können Leber, Hormon- und Immunsystem schädigen; bei zwei Dritteln junger Menschen sind mindestens drei nachweisbar
  • Technische Textilien wie Feuerwehrschutzkleidung sind zunächst vom Verbot ausgenommen, obwohl PFAS-freie Alternativen existieren

Seit dem 10. Oktober dürfen bestimmte PFAS in Kleidung und Kosmetik oberhalb festgelegter Grenzwerte nicht mehr verwendet werden. Betroffen sind unter anderem Textilien, Leder, Schuhe, Pelze und Häute sowie kosmetische Produkte wie Gesichtscremes, berichtete die tagesschau.

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Die Chemikalien werden unter anderem in beschichteten Pfannen, Fast-Food-Kartons, Servietten und Zahnseide eingesetzt.

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Studien zufolge können bestimmte PFAS die Leber sowie das Hormon- und Immunsystem schädigen. Außerdem könnten sie den Fettstoffwechsel und die Wirkung von Impfungen stören, die Fruchtbarkeit verringern oder Krebs verursachen. Bei zwei Dritteln der jungen Bevölkerung in Deutschland seien mindestens drei PFAS gleichzeitig im Blut nachweisbar.

Das aktuelle Verbot betrifft nach Angaben der Chemikerin Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nur die Perfluorhexansäure PFHxA, ihre Salze und verwandte Stoffe. Diese C6-Stoffgruppe sei häufig als Ersatz für C8-PFAS verwendet worden, aber nicht weniger schädlich. Viele andere PFAS dürften weiterhin eingesetzt werden.

Für Lebensmittelverpackungen gelten seit zwei Monaten Beschränkungen für bestimmte PFAS oberhalb festgelegter Grenzwerte. Mehrere Länder haben eigene Regeln eingeführt.

Die Industrie kritisiert die Verbote. Sarah Brückner vom Maschinenbauverband VDMA erklärte, viele Pumpen benötigten PFAS zwingend, damit bei aggressiven oder besonders empfindlichen Medien keine Leckagen oder Verunreinigungen entstünden. Auch der Verband der Textilindustrie warnte, ein weitgehendes Verbot von PFHxA könne viele technische Textilien und EU-Textilhersteller vor das Aus stellen.

Thorsten Reemtsma vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung forderte mehr Innovation. In bestimmten Fällen werde es noch dauern, bis Alternativen auf dem Markt seien. Produktionsumstellungen, neue Rezepturen und die Entwicklung PFAS-freier Produkte kosteten Unternehmen Geld. Zugleich würden Hersteller nach Einschätzung von Effers häufig einen Schadstoff durch einen anderen ersetzen, statt umweltfreundlichere Alternativen zu nutzen.

Technische Textilien wie die persönliche Schutzausrüstung von Feuerwehrleuten sind zunächst vom neuen Verbot ausgenommen. In mehreren US-Bundesstaaten wurden PFAS in Feuerwehrkleidung dagegen bereits verboten. PFAS-freie Alternativen seien vorhanden; die Feuerwehr von San Francisco mustere alle PFAS-Schutzanzüge aus.

Auch Löschschaum kann PFAS enthalten. Am Flughafen Hahn im Hunsrück sickerten die Chemikalien aus einem Übungsbecken in den Boden und gelangten über Regen in umliegende Bäche. Wasser- und Bodenproben zeigten auch in anderen Regionen PFAS-Belastungen.

Effers empfiehlt Verbrauchern, auf die Kennzeichnung „frei von PFAS“ zu achten. „PFOS-frei“ schließe dagegen nur eine einzelne PFAS-Verbindung aus. Reemtsma verwies auf ein von fünf Staaten, darunter Deutschland, angestoßenes EU-Verfahren, das grundsätzlich alle PFAS außer für essenzielle Anwendungen vom Markt drängen solle.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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