Ein kroatisches Gericht hat die Auslieferung eines ukrainischen Mannes nach Deutschland genehmigt, der im Zusammenhang mit den Explosionen an den Nord-Stream-Gaspipelines im Jahr 2022 gesucht wird. Der Beschluss erging am 18. September. Der Verdächtige war in der kroatischen Stadt Pula aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen worden.
Nach der gerichtlichen Entscheidung ist zunächst offen, wann der Mann tatsächlich an die deutschen Behörden überstellt werden könnte. Genauere Angaben zum weiteren Zeitplan liegen bislang nicht vor. Das Verfahren ist zudem noch nicht abgeschlossen: Der Anwalt des Beschuldigten, Ljubo Pavaskovic, will gegen den Auslieferungsbeschluss vorgehen.
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25.09.2026Die Unterwasserexplosionen hatten im Jahr 2022 Leitungen der Nord-Stream-Pipelines beschädigt. Deutschland ermittelt in dem Zusammenhang gegen den nun in Kroatien festgenommenen Ukrainer. Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, welche konkreten Vorwürfe gegen ihn erhoben werden oder welche Rolle die deutschen Ermittler ihm zuschreiben.
Auch über den Stand des kroatischen Rechtsmittelverfahrens und mögliche weitere gerichtliche Schritte wurden zunächst keine Einzelheiten bekannt. Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt damit unklar, ob und wann die Auslieferung vollzogen wird. Über den Beschluss berichtete zunächst der kroatische Sender HRT; die Angaben wurden von SCMP World aufgegriffen.
Kurz zusammengefasst
- Ein kroatisches Gericht genehmigte am 18. September die Auslieferung eines Ukrainers nach Deutschland
- Der Verdächtige war zuvor in Pula aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen worden
- Sein Anwalt will gegen den Beschluss vorgehen, daher bleiben Zeitpunkt und Vollzug der Auslieferung offen
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