Die Ölpreise sind am Dienstag den zweiten Handelstag in Folge gestiegen. An den internationalen Märkten überwogen die Sorgen über mögliche Beeinträchtigungen der Ölversorgung aus dem Nahen Osten offenbar die Hinweise auf eine Erholung der Rohölexporte aus der Region.
Der November-Kontrakt für die Nordseesorte Brent verteuerte sich bis 9.26 Uhr saudischer Zeit um 1,71 Dollar beziehungsweise 1,6 Prozent auf 106,99 Dollar je Barrel. Der stärker gehandelte Brent-Kontrakt für Dezember legte um 1,68 Dollar auf 99,51 Dollar je Barrel zu.
Auch der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg. Er lag bei 94 Dollar je Barrel und damit 1,4 Dollar oder 1,5 Prozent höher. Weitere Angaben zur Entwicklung des WTI-Preises oder zum Handelsverlauf liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor.
Als zentralen Einflussfaktor nennt der Bericht die anhaltende Unsicherheit über die Versorgung aus dem Nahen Osten. Hintergrund ist der Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen sowie Iran auf der anderen Seite. Befürchtungen, dass der Konflikt die Lieferströme aus der wichtigen Förderregion beeinträchtigen könnte, belasteten den Markt weiterhin.
Gleichzeitig gab es Anzeichen für sich erholende Rohölexporte aus der Region. Diese Entwicklung konnte den Aufwärtsdruck auf die Preise jedoch nicht ausgleichen. Konkretere Angaben dazu, welche Lieferungen betroffen sein könnten oder wie stark sich die Exporte bereits verändert haben, enthält die Meldung nicht.
Die Kursbewegungen spiegeln damit vor allem die hohe Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer für mögliche Folgen des Konflikts auf die Energieversorgung wider. Eine konkrete Unterbrechung von Lieferungen wird in den vorliegenden Informationen nicht bestätigt. Auch zu den weiteren Aussichten für die Ölpreise oder zu Reaktionen von Förderländern und Regierungen liegen keine Angaben vor.
Über die Preisentwicklung und die Sorgen um die Versorgung aus dem Nahen Osten berichtete zuerst Arab News.
Kurz zusammengefasst
- Die Ölpreise stiegen am Dienstag den zweiten Handelstag in Folge, weil Sorgen um Lieferungen aus dem Nahen Osten überwogen
- Der November-Brent-Kontrakt verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 106,99 Dollar je Barrel; Dezember-Brent lag bei 99,51 Dollar
- WTI kostete 94 Dollar je Barrel und damit 1,5 Prozent mehr, während sich zugleich Anzeichen für erholende Exporte zeigten
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