Spanien, Portugal und Luxemburg setzen sich für ein eigenes EU-Ziel zum Ausbau erneuerbarer Energien bis 2040 ein. Mit ihrem Vorstoß zeichnen sich Spannungen innerhalb der Europäischen Union über die künftige Ausrichtung der europäischen Energiepolitik ab.
Die drei Länder haben ihre Forderung in einem gemeinsamen Schreiben an die EU gerichtet. Sie plädieren darin nach den vorliegenden Informationen dafür, den Ausbau erneuerbarer Energiequellen zum zentralen Maßstab für das Jahr 2040 zu machen. Andere EU-Staaten wollen das Ziel dagegen so gestalten, dass auch die Nutzung von Kernenergie berücksichtigt werden kann.
Die Europäische Kommission bereitet derzeit neue energiepolitische Vorgaben für die Zeit nach 2030 vor. Diese sollen die strategische Ausrichtung der Europäischen Union im Energiebereich für die folgenden Jahre festlegen. Der Streit über die Einbeziehung der Atomkraft könnte dabei zu einem wichtigen Konfliktpunkt werden.
Für 2030 hat sich die EU bereits das Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Quellen am gesamten Energieverbrauch auf 42,5 Prozent zu erhöhen. Welche konkrete Zielmarke für 2040 vorgeschlagen werden soll und wie ein entsprechendes Vorhaben ausgestaltet werden könnte, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Genauere Einzelheiten zu dem Schreiben und zum weiteren Zeitplan der Kommission liegen bislang ebenfalls nicht vor.
Die Debatte berührt grundlegende Fragen der europäischen Energie- und Klimapolitik. Während Spanien, Portugal und Luxemburg auf eine stärkere Fokussierung auf erneuerbare Energien drängen, verfolgen andere Mitgliedstaaten offenbar einen breiteren Ansatz, der auch Kernenergie einbeziehen soll. Eine Einigung der EU-Staaten steht damit noch aus.
Das berichtete Arab News unter Berufung auf ein Schreiben, das Reuters vorlag.
Kurz zusammengefasst
- Spanien, Portugal und Luxemburg fordern ein eigenes EU-Ziel für erneuerbare Energien bis 2040
- Einige EU-Staaten wollen ein 2040-Ziel, das auch die Nutzung von Kernenergie berücksichtigt
- Die Kommission bereitet Vorgaben für die Energiepolitik nach 2030 vor; eine Einigung steht noch aus
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