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UNICEF: Jedes fünfte Kind im Libanon geht hungrig schlafen

Im Libanon können vier von fünf Haushalten nach Angaben von UNICEF grundlegende Bedürfnisse nicht bezahlen. Besonders Kinder leiden: Sie verzichten auf Essen, gehen nicht zur Schule oder werden zur Arbeit gedrängt.

UNICEF: Jedes fünfte Kind im Libanon geht hungrig schlafen
Foto: ranys · Pixabay
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Im Libanon geht nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF inzwischen jedes fünfte Kind hungrig schlafen. Vier von fünf Haushalten haben demnach Schwierigkeiten, grundlegende Bedürfnisse zu finanzieren. Die anhaltende wirtschaftliche Krise wird durch den Konflikt zusätzlich verschärft und belastet Familien im gesamten Land.

Die Folgen treffen Kinder besonders hart. Nach UNICEF-Angaben verzichten sie zunehmend auf ausreichende Ernährung, bleiben der Schule fern oder werden in Arbeit gedrängt. Damit verschärft sich eine Situation, in der Familien bereits Mühe haben, die grundlegende Versorgung ihrer Angehörigen sicherzustellen.

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Wie groß die regionalen Unterschiede innerhalb des Libanon sind, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch genaue Zahlen dazu, wie viele Kinder nicht zur Schule gehen oder arbeiten müssen, nannte UNICEF in der Mitteilung nicht. Das Hilfswerk beschreibt die Entwicklung jedoch als zunehmende Belastung für Kinder und ihre Familien.

Die wirtschaftlichen Probleme des Landes bestehen bereits seit Jahren. Der Konflikt verschärft nach Einschätzung von UNICEF den Druck auf die Haushalte. Wenn das Geld für lebensnotwendige Ausgaben nicht ausreicht, müssen Familien offenbar Prioritäten setzen. Dazu gehören auch Entscheidungen über den Kauf von Kleidung, den Schulbesuch und die tägliche Ernährung der Kinder.

UNICEF verwies in diesem Zusammenhang auf den Fall eines Vaters von vier Kindern. Er habe sich nach Angaben des Hilfswerks weder Kleidung für seine Kinder leisten noch ihre Einschulung finanzieren können. Die Schilderung verdeutlicht, wie sich die finanzielle Not im Alltag der Familien auswirkt. Weitere Angaben zu seiner persönlichen Situation liegen nicht vor.

Die UNICEF-Warnung bezieht sich auf den Libanon insgesamt. Das Ausmaß der beschriebenen Probleme zeigt, dass die Auswirkungen der Krise nicht auf einzelne Haushalte beschränkt sind. Besonders schwer wiegt, dass neben der Ernährung auch der Zugang zu Bildung gefährdet ist und Kinder in den Arbeitsmarkt gedrängt werden können.

Das berichtete zuerst UN News unter Berufung auf Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF.

Kurz zusammengefasst

  • Im Libanon geht laut UNICEF jedes fünfte Kind hungrig schlafen
  • Vier von fünf Haushalten können laut UNICEF grundlegende Bedürfnisse kaum finanzieren
  • Kinder verzichten auf ausreichende Ernährung, fehlen in der Schule oder werden in Arbeit gedrängt
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