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Britannien berät mit europäischen Partnern über Dieselreserven

London prüft mit Deutschland, Frankreich, Italien, Irland und der EU-Kommission eine mögliche Freigabe von Notvorräten. Hintergrund ist die angedrohte Einschränkung US-amerikanischer Diesellieferungen.

Britannien berät mit europäischen Partnern über Dieselreserven
Foto: Diego F. Parra · Pexels
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Großbritannien berät mit mehreren europäischen Partnern über eine mögliche Freigabe von Dieselreserven. Hintergrund sind die Drohungen der US-Regierung, die Ausfuhr von Diesel zu beschränken, sowie stark gestiegene Energiepreise auf den Weltmärkten.

Britische Minister führten am Donnerstag Gespräche mit Vertretern der Europäischen Kommission sowie mit Deutschland, Frankreich, Italien und Irland. Dabei ging es um die Frage, ob europäische Staaten ihre Notvorräte teilweise freigeben könnten. Eine Entscheidung über einen solchen Schritt wurde bislang nicht bekanntgegeben.

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Die Beratungen finden vor dem Hintergrund eines Konflikts über die Versorgung mit Diesel statt. Nach Angaben der britischen Regierung beziehungsweise der vorliegenden Meldung hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump Deutschland und Frankreich aufgefordert, ihre nationalen Lagerbestände freizugeben. Damit sollten die weltweit hohen Energiepreise abgeschwächt werden. Für den Fall, dass die beiden Länder dieser Aufforderung nicht nachkommen, sei ihnen ein Verbot amerikanischer Ausfuhren angedroht worden.

Welche Mengen möglicherweise freigegeben werden könnten und nach welchen Kriterien eine Verteilung erfolgen würde, ist offen. Auch liegen bislang keine genaueren Angaben dazu vor, ob Großbritannien selbst eine Freigabe seiner Bestände plant oder sich zunächst auf die Abstimmung mit den europäischen Partnern konzentriert.

Notvorräte an Kraftstoffen dienen dazu, die Versorgung in angespannten Marktlagen oder bei Unterbrechungen der Lieferketten abzusichern. Eine Freigabe wäre daher eine koordinierte Reaktion auf die derzeitigen Versorgungs- und Preisrisiken. Aus den vorliegenden Informationen geht jedoch nicht hervor, ob die beteiligten Regierungen bereits gemeinsame Maßnahmen vereinbart haben.

Die Gespräche betreffen mehrere europäische Staaten und die EU-Kommission. Damit wird die Frage der Dieselversorgung nicht allein auf bilateraler Ebene zwischen London und einzelnen Regierungen behandelt. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine mögliche Abstimmung über nationale Reserven angesichts des Drucks auf den internationalen Energiemarkt.

Weitere Einzelheiten zu den Beratungen, möglichen Zeitplänen oder den konkreten Beständen der beteiligten Länder sind bislang nicht bekannt. Das berichtete zuerst The Guardian World.

Kurz zusammengefasst

  • Großbritannien berät mit EU-Kommission sowie Deutschland, Frankreich, Italien und Irland über eine mögliche Freigabe von Dieselreserven
  • Auslöser sind US-Drohungen, Diesel-Exporte zu beschränken, und stark gestiegene Energiepreise auf den Weltmärkten
  • Welche Mengen freigegeben würden und ob Großbritannien selbst Bestände freigibt, ist bislang offen
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