Der UN-Menschenrechtsrat hat die zunehmenden Drohnenangriffe und Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Sudan verurteilt. Bei einer Sitzung in Genf kritisierte das Gremium zudem externe Akteure, die den Konflikt durch die Lieferung von Waffen und den Einsatz von Söldnern weiter anheizen.
Nach der Entscheidung bleibt die unabhängige internationale Untersuchungskommission für den Sudan ein weiteres Jahr tätig. Sie soll die Entwicklungen im Bürgerkrieg untersuchen und Menschenrechtsverletzungen dokumentieren. Genauere Angaben zum Umfang des verlängerten Mandats liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Verfassungsschutz warnt vor wachsender Gewaltbereitschaft im Rechtsextremismus
05.10.2026Besonders schwer wiegt eine frühere Einschätzung der Kommission zur Lage in El Fasher. Eine im Februar abgeschlossene Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die Belagerung und die Einnahme der Stadt Anzeichen eines Völkermords aufwiesen. Weitere Einzelheiten zu den untersuchten Vorfällen wurden in der Meldung nicht genannt.
Der Sudan wird seit Jahren von einem schweren bewaffneten Konflikt geprägt. Der Menschenrechtsrat stellte nun insbesondere die Angriffe mit Drohnen sowie Attacken gegen Zivilisten in den Mittelpunkt seiner Verurteilung. Zugleich richtete sich die Kritik gegen ausländische Kräfte, denen eine Unterstützung der Konfliktparteien mit Waffen und Söldnern vorgeworfen wird.
Die Verlängerung des Untersuchungsmandats ermöglicht es der Kommission, ihre Arbeit fortzusetzen. Welche konkreten weiteren Schritte oder Empfehlungen daraus folgen, ist bislang nicht bekannt. Das berichtete zuerst Arab News.
Kurz zusammengefasst
- UN-Menschenrechtsrat verurteilt zunehmende Drohnenangriffe und Attacken auf die Zivilbevölkerung im Sudan
- Die unabhängige Untersuchungskommission bleibt ein weiteres Jahr tätig und dokumentiert Menschenrechtsverletzungen
- Die Kommission sah in Belagerung und Einnahme von El Fasher Anzeichen eines Völkermords
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