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Tod einer Pestforscherin in Russland löst Spekulationen aus

Nach dem Tod einer 28-jährigen Mitarbeiterin eines Pest-Forschungszentrums in Sibirien fordern die WHO und die USA weitere Informationen von Russland. Die Behörden weisen einen Zusammenhang mit Pest oder einem Laborunfall zurück.

Tod einer Pestforscherin in Russland löst Spekulationen aus
SymbolbildFoto: tiburi · Pixabay
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Der Tod einer 28-jährigen Mitarbeiterin eines Pest-Forschungszentrums in Sibirien hat Spekulationen über die Ursache ausgelöst. US-Präsident Donald Trump kündigte an, mit Russlands Präsident Wladimir Putin darüber sprechen zu wollen, berichtete die Salzburger Nachrichten. Zugleich sagte Trump, die USA gingen nicht davon aus, dass der Tod mit einer Biowaffe zusammenhänge. Man werde dies bald herausfinden.

Ein Telefonat zwischen Trump und Putin war nach Angaben von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag noch nicht vereinbart. Zuvor hatte Trump erklärt, er habe bereits einen Termin und das Gespräch werde sehr bald stattfinden. Seit Jahresbeginn hätten die beiden Präsidenten nach Angaben des Kremls fünfmal telefoniert, zuletzt am 8. September. Ein weiteres Gespräch könne kurzfristig organisiert werden, wenn eine entsprechende Initiative vorliege, sagte Peskow.

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Die Wissenschafterin arbeitete am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten. Die russische Behörde für Seuchenbekämpfung erklärte, ihr Tod sei nicht auf einen Pesterreger zurückzuführen. Als Ursache nannte sie eine Lungenentzündung unbekannter Herkunft.

Die zuständige Behörde dementierte sowohl Berichte über einen Laborunfall als auch über eine Pestinfektion. Zum Erreger der Lungenentzündung machte sie keine Angaben.

Das US-Außenministerium forderte Russland auf, Informationen schnell und transparent mitzuteilen.

Das russische System der Seuchenbekämpfung gilt als schnell, strikt und wirkungsvoll. Die Spekulationen werden auch damit erklärt, dass russische oder zuvor sowjetische Behörden Katastrophen häufig geleugnet oder heruntergespielt hätten. Das Vertrauen in offizielle Mitteilungen sei gering.

Mit früh beginnender Antibiotikabehandlung sei die Erkrankung behandelbar. Ohne Behandlung liege die Letalität laut einer Information des Gesundheitsministeriums für medizinisches Fachpersonal bei einer Infektion mit Yersinia pestis zwischen 50 und 90 Prozent, bei Behandlung bei 15 Prozent.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kommt die Pest weiterhin in Ländern Afrikas, Amerikas und Asiens vor.

Kurz zusammengefasst

  • Eine 28-jährige Pestforscherin in Sibirien starb an einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft
  • Russlands Seuchenbehörde schließt eine Pestinfektion und einen Laborunfall aus, nennt aber keinen Erreger
  • Die USA fordern Russland zu schneller und transparenter Information über den Todesfall auf
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