Kenia hat nach dem Ebola-Tod eines 40-jährigen Mannes in Nairobi die Vorsorgemaßnahmen verstärkt. Das Gesundheitsministerium rief Kirchen dazu auf, über Ebola aufzuklären, Prävention zu fördern und dazu beizutragen, dass Verdachtsfälle früh gemeldet werden, wie Africanews berichtete.
Der Mann war aus der Demokratischen Republik Kongo über Uganda nach Kenia gereist. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde Africa CDC lagen seine an mehreren Kontrollstellen entlang der Strecke gemessenen Körpertemperaturen im Normalbereich.
Während der Reise seien die Symptome nicht als Ebola erkannt worden, sagte der Leiter für Notfallvorsorge und -bekämpfung bei Africa CDC, Wessam Mankoula. Der Mann habe zunächst unter Hautinfektionen, Halsschmerzen und allgemeinem Unwohlsein gelitten und sich weiter von Ort zu Ort bewegt.
Die Behörden verfolgen weiterhin Menschen, die Kontakt zu ihm gehabt haben könnten. Wer Symptome entwickle, solle unverzüglich medizinische Hilfe suchen, sagte Mankoula. Dies diene sowohl dazu, eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern, als auch dem eigenen Schutz.
Kenia hat die öffentliche Information über Ebola-Prävention ausgeweitet und eine Notfall-Hotline für Menschen mit entsprechenden Symptomen eingerichtet. Mankoula sagte, Africa CDC spreche nicht von einem Ebola-Ausbruch in Kenia. Es handle sich um einen importierten Fall; von einem Ausbruch werde gesprochen, wenn eine lokale Übertragung beginne.
Nach Angaben Muthonis hat die Regierung die Kontaktverfolgung, die Überwachung an den Einreisepunkten und die öffentliche Kommunikation verstärkt. Zudem liefen Vorbereitungen für eine mögliche Isolierung und Behandlung von Erkrankten.
Ebola verbreitet sich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen, darunter Blut und Erbrochenes, sowie über verunreinigte Materialien und Oberflächen wie Bettwäsche und Kleidung. Der aktuelle Ausbruch war Mitte Mai im Kongo ausgerufen worden und hat sich dort auf mehrere Gesundheitszonen ausgebreitet. Nach Regierungsangaben wurden mindestens 8.400 Fälle und mehr als 4.000 Todesfälle registriert.
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