Papst Leo XIV hat die Todesstrafe als „unzulässig“ bezeichnet. Sie sei ein Angriff auf die Unverletzlichkeit und Würde des Menschen, schrieb er anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe auf X, wie Hindustan Times World berichtete.
Das Gemeinwohl könne geschützt und den Anforderungen der Gerechtigkeit könne entsprochen werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen, erklärte der Papst. Es gebe wirksame Haftsysteme, die Bürger schützten und zugleich Schuldigen nicht vollständig die Möglichkeit zur Umkehr nähmen. Leo XIV verwies dabei nicht ausdrücklich auf die geplante Hinrichtung von Nidal Hasan oder auf den gescheiterten Hinrichtungsversuch an Christa P. im US-Bundesstaat Tennessee.
US-Präsident Donald Trump habe den Einsatz eines Erschießungskommandos für Hasan genehmigt, berichtete der Artikel. Hasan war wegen des Massakers von 2009 im texanischen Fort Hood verurteilt worden. Das Pentagon teilte am Montag (5. Oktober) in sozialen Medien mit, Verteidigungsminister Pete Hegseth habe die Hinrichtung durch ein Erschießungskommando empfohlen. Trump habe dem zugestimmt und erklärt, letztlich werde er selbst über eine Übertragung der Hinrichtung im Livestream entscheiden.
Die Äußerungen des Papstes erfolgten wenige Tage nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch an Christa P. Die 50-Jährige erhielt am Mittwoch (30. September) zwei Dosen Pentobarbital. Nachdem der Versuch des Bundesstaats Tennessee gescheitert war, wurde sie an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Krankenhausmitarbeiter versuchten, ihr Leben zu retten und das Medikament aus ihrem Körper zu entfernen.
P. erlangte später das Bewusstsein wieder und begann zu sprechen. Nach Angaben ihrer Anwälte, über die die BBC berichtete, wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen und in das Gefängnis zurückgebracht, in dem sie seit 30 Jahren inhaftiert ist. Dort werde sie weiterhin medizinisch versorgt. Sie war 1996 wegen des Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer im Jahr 1995 zum Tod verurteilt worden. Zum Tatzeitpunkt war P. 20 Jahre alt.
Im Bundesstaat Texas wurde am Mittwochabend (7. Oktober) Jamaal Howard durch eine tödliche Injektion hingerichtet. Der 46-Jährige starb im Staatsgefängnis in Huntsville nach der Verabreichung einer tödlichen Dosis Pentobarbital. Er wurde um 20.03 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
Howard war wegen des Mordes an einer Angestellten eines Geschäfts während eines von ihm begangenen Raubüberfalls im Jahr 2000 zum Tod verurteilt worden. Er war 20 Jahre alt, als er Vickie Swartout, 42, erschoss. Sie arbeitete in einem Geschäft in Texas. Howard stahl eine Stange Zigaretten und 114 Dollar aus der Kasse.
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