Die Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. findet wie geplant statt. Das teilte der Vatikan nach der Operation wegen Lungenkrebs mit, wie die BBC berichtete. Die Reise führt den 71-Jährigen vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru. Der Papst freue sich darauf mit großer Freude und Begeisterung, ließ der Vatikan ausrichten.
Der Papst wurde am 13. Oktober in Rom erfolgreich operiert, um einen Tumor im unteren Teil seiner rechten Lunge zu entfernen. Die Operation dauerte 90 Minuten. Am 17. Oktober wurde er aus dem Gemelli-Krankenhaus in Rom entlassen. Sein Chirurg Stefano Margaritora bezeichnete seinen klinischen Zustand als absolut zufriedenstellend. Aus medizinischer Sicht gebe es keine Gründe, die Reise nicht durchzuführen.
Leo hatte die Erkrankung selbst öffentlich gemacht. Am Sonntag (11. Oktober) berichtete er bei seinem wöchentlichen Gebet auf dem Petersplatz, dass die Ärzte einen Knoten in seiner Lunge entdeckt hätten. Die Wucherung sei gut eingegrenzt und im frühen Stadium erkannt worden, versicherte er den Pilgern. Dennoch hatten ihm seine Ärzte zu einer Entfernung geraten.
Die Reise beginnt am 8. November in Uruguay mit einem Besuch der Hauptstadt Montevideo sowie weiterer wichtiger Städte. Vom 11. bis 17. November ist Argentinien vorgesehen, unter anderem mit der Hauptstadt Buenos Aires. Danach verbringt der Papst sechs Tage in Peru. Dort sind Stopps in Lima, Chiclayo, Cuzco und Pucallpa geplant. Insgesamt besucht er zehn Städte. In Peru sind rund 76 Prozent der Bevölkerung katholisch.
Kardinal Castillo, Erzbischof von Lima, sagte laut Vatican News, das Programm umfasse junge Menschen, Frauen, die in Gemeinschaftsküchen mitarbeiten, sowie Angehörige indigener Gemeinschaften. Er hob die engen Bindungen des Papstes zu den Menschen in Chiclayo hervor, wo Leo mehrere Jahre lebte. Der Papst besitzt die peruanische Staatsbürgerschaft.
Die Kirche hatte ihn 1985 als Missionar nach Peru geschickt, damals war er 30 Jahre alt. Er trat der augustinischen Mission in Chulucanas im peruanischen Departamento Piura bei und wechselte im folgenden Jahr in die Stadt Trujillo. Fast drei Jahrzehnte arbeitete er zwischen den USA und Peru.
Wie der Vatikan außerdem mitteilte, sagt Leo auf Empfehlung seiner Ärzte eine für den 27. Oktober geplante Reise nach Assisi ab. Seit der Operation ruhe sich der Papst aus und nehme seine Arbeit schrittweise wieder auf. Er passe seinen Tagesablauf in Absprache mit den Ärzten an, um seine Genesung zu priorisieren, und erfülle weiterhin die Verpflichtungen seines Amtes. Leo sei für die Gebete und die Zuneigung aus aller Welt dankbar.
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