Im Jahr 2026 haben sich sieben Menschen in Deutschland mit dem West-Nil-Virus angesteckt
Sieben Menschen haben sich in diesem Jahr in Deutschland lokal mit dem West-Nil-Virus infiziert, wie n-tv unter Berufung auf das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet. Die Betroffenen seien zwischen 28 und 83 Jahre alt, sagte eine Sprecherin der Behörde.
Zusätzlich seien dieses Jahr zehn weitere deutsche Infizierte registriert worden, die sich nach Angaben des RKI im Ausland angesteckt hätten. Todesfälle habe es in Deutschland im laufenden Jahr nicht gegeben.
Auch Menschen und andere Säugetiere könnten sich durch die Mücken infizieren. Aus den Tropen gelange der Erreger über Zugvögel in Gebiete am Mittelmeer und nach Europa. Als Überträger gälten in Deutschland die heimischen Culex-Mücken.
Erste durch heimische Mücken übertragene Infektionen in Ostdeutschland seien dem RKI zufolge im Spätsommer 2019 bekannt geworden, insgesamt fünf.
In Europa liegen die Fallzahlen dieses Jahr deutlich über denen der meisten vergangenen Gesamtjahre. Mit 770 Fällen ist Italien mit großem Abstand am stärksten betroffen. Griechenland folgt mit 457, Frankreich mit 173, Spanien mit 145 und Rumänien mit 125 Fällen.
Die meisten West-Nil-Infektionen verlaufen laut RKI unauffällig.
Gefährdet seien vor allem ältere Menschen und Patienten mit einer kardiovaskulären Vorerkrankung.
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