Die Untersuchung entstand im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Aus Sicht der Forschenden fällt der Befund besonders ins Gewicht, weil der Staat derzeit massiv Geld in Bauvorhaben investiert.
Nach dem Fazit der Studie drohen die staatlichen Investitionen ohne eine spürbare Steigerung der Produktivität in höhere Preise zu münden.
Studienautor Martin Gornig sagte, die Bauwirtschaft müsse ihre Kapazitäten ausweiten, damit die Milliardenausgaben des Staates für Infrastruktur nicht zu höheren Preisen führen. Da Arbeitskräfte knapp seien, lasse sich dies nur mit einer Umkehr des Trends bei der Arbeitsproduktivität erreichen. Um die Produktivität merklich zu steigern, seien bereits verfügbare moderne Produktionsmethoden schneller und in der Fläche einzusetzen, so Gornig.
Auch die öffentliche Hand könne einen Beitrag leisten, meinte Gornig. Der Abbau bürokratischer Nebenlasten, innovationsfreundliche Ausschreibungen und gezielte Pilotprojekte könnten wichtige Impulse setzen.
Co-Autor Alexander Schiersch warnte davor, neue Technologien zu unterschätzen. Man solle etwa die Robotik auf Baustellen neu denken. Wenn auf dem Bau künftig nicht nur Maschinen, sondern auch Roboter arbeiteten, ließe sich die Arbeitsproduktivität aus seiner Sicht enorm steigern.
Zusätzliche Arbeitskräfte seien laut DIW schwer zu finden. Schiersch folgerte daraus, man müsse sich auf andere Wege besinnen, um die Kapazitäten zu erhöhen. Ein solcher Weg sei die Produktivität.
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