Seit Donald Trump wieder Präsident der Vereinigten Staaten ist, wurden nach Angaben einer internationalen Recherche mehr als 25.000 Menschen aus den USA in sogenannte Drittstaaten abgeschoben. Unter den Betroffenen sind demnach auch Hunderte Menschen, die in afrikanische Länder gebracht wurden, zu denen sie teilweise keine erkennbare Verbindung haben.
Mindestens zwölf afrikanische Staaten haben sich laut dem Bericht bereit erklärt, abgeschobene Menschen aufzunehmen. Für einige Betroffene bedeutete die Überstellung offenbar, in ein Land auf einem anderen Kontinent gebracht zu werden. Die Recherche befasst sich damit, wie das US-Abschiebesystem funktioniert und welche Folgen die Verbringung in Drittstaaten für die Betroffenen hat.
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23.09.2026Den Ergebnissen zufolge wurden einige der Abgeschobenen in Afrika inhaftiert, ohne dass zuvor eine gerichtliche Entscheidung vorlag. Andere seien zurückgelassen worden, ohne dass ihre rechtliche Situation oder ihre weitere Perspektive eindeutig gewesen sei. Genauere Angaben zur Zahl der Betroffenen in den einzelnen Ländern liegen in der vorliegenden Meldung nicht vor.
Die Untersuchung entstand über einen Zeitraum von sechs Monaten. Beteiligt waren neben RFI 23 weitere Medien. Koordiniert wurde das Projekt von Forbidden Stories. Die Recherche richtet den Blick damit nicht nur auf die Abschiebungen selbst, sondern auch auf die Rolle der Staaten, die Menschen aus den USA aufnehmen.
Wie die jeweiligen Vereinbarungen zwischen den Vereinigten Staaten und den afrikanischen Ländern im Einzelnen aussehen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Ebenso fehlen Angaben dazu, welche Behörden die Überstellungen organisiert haben und ob die betroffenen Menschen gegen ihre Abschiebung oder eine anschließende Inhaftierung rechtlich vorgehen konnten.
Der Bericht macht zugleich deutlich, dass die Abschiebepolitik der USA Menschen in Länder bringen kann, zu denen sie keinen persönlichen oder rechtlichen Bezug haben. Für die Betroffenen kann damit eine unklare Lage entstehen, insbesondere wenn weder ein Gerichtsverfahren noch verlässliche Informationen über ihren weiteren Aufenthalt gegeben sind. Das berichtete zuerst AllAfrica unter Berufung auf die Recherche von RFI und den am Deportation Project beteiligten Medien.
Kurz zusammengefasst
- Seit Trumps Amtsantritt wurden laut Recherche über 25.000 Menschen in Drittstaaten abgeschoben, darunter Hunderte nach Afrika
- Mindestens zwölf afrikanische Staaten nahmen Abgeschobene auf; einige wurden ohne Gerichtsentscheidung inhaftiert
- Die sechsmonatige Recherche entstand mit RFI und 23 weiteren Medien unter Koordination von Forbidden Stories
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