Pakistan hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag Luftangriffe auf zehn Ziele in Afghanistan geflogen. Betroffen waren demnach mehrere Orte in den Provinzen Khost, Paktia und Kandahar. Islamabad erklärte, die angegriffenen Stellungen seien am Vortag für Drohnenangriffe gegen Pakistan genutzt worden.
Die Militäraktion markiert eine deutliche Verschärfung der Spannungen zwischen Pakistan und den Taliban. Beide Seiten stehen seit einiger Zeit in zunehmender Konfrontation. Mit den Luftschlägen weitet sich der Konflikt nun über die pakistanisch-afghanische Grenze hinweg aus.
Nach pakistanischer Darstellung richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen, von denen aus die Drohnenattacken gestartet worden seien. Genauere Angaben zu den betroffenen Zielen, möglichen Schäden oder Opfern liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch eine unabhängige Bestätigung der pakistanischen Darstellung ist daraus nicht ersichtlich.
Die neue Eskalation könnte zugleich laufende Bemühungen um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien belasten. Nach Einschätzung der Meldung drohen die Luftangriffe internationale Vermittlungsinitiativen zu erschweren. Weitere Einzelheiten zum Verlauf der Kämpfe oder zu möglichen Reaktionen aus Afghanistan sind bislang nicht bekannt.
Das berichtete zuerst CBC World.
Kurz zusammengefasst
- Pakistan meldet Luftangriffe auf zehn Ziele in den afghanischen Provinzen Khost, Paktia und Kandahar
- Islamabad begründet die Angriffe mit Drohnenattacken gegen Pakistan, die von den getroffenen Stellungen ausgingen
- Die Eskalation könnte Vermittlungsbemühungen belasten; Angaben zu Schäden, Opfern und Reaktionen Afghanistans fehlen
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