Saudi-Arabien drängt auf eine internationale Militärallianz gegen die Huthi im Jemen und möchte dabei offenbar auch Deutschland einbinden. Der frühere saudische Geheimdienstchef Turki bin Faisal al Saud hat sich für eine deutsche Rolle in dem geplanten Bündnis ausgesprochen.
Nach den vorliegenden Informationen arbeitet Saudi-Arabien gemeinsam mit Großbritannien und Frankreich an dem Vorhaben. Ziel der Allianz soll es sein, den Huthi im Zusammenhang mit dem Konflikt im Jemen entgegenzutreten. Weitere Einzelheiten zur geplanten Struktur, zu möglichen Aufgaben der beteiligten Staaten oder zu einem Zeitplan liegen bislang nicht vor.
Die Forderung nach deutscher Beteiligung kommt von Turki bin Faisal, der als ehemaliger Geheimdienstchef Saudi-Arabiens beschrieben wird. Ob die Bundesregierung eine Mitwirkung an dem Bündnis erwägt oder dazu bereits eine Position bezogen hat, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch ist unklar, in welcher konkreten Form Deutschland beteiligt werden könnte.
Der Vorstoß steht im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt im Jemen und den Bemühungen Saudi-Arabiens, dafür militärische Unterstützung durch mehrere Staaten zu organisieren. Als weitere Partner werden Großbritannien und Frankreich genannt. Ob es bereits verbindliche Absprachen zwischen den beteiligten Ländern gibt, ist nicht bekannt.
Eine genaue Bezeichnung des Bündnisses, seine geplante Reichweite und mögliche Einsatzorte wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob neben den genannten Staaten weitere Länder angesprochen wurden. Das berichtete zuerst Spiegel Online.
Kurz zusammengefasst
- Saudi-Arabien plant mit Großbritannien und Frankreich eine internationale Militärallianz gegen die Huthi im Jemen
- Der frühere saudische Geheimdienstchef Turki bin Faisal al Saud wirbt für eine deutsche Beteiligung
- Ob Deutschland mitwirkt und welche Aufgaben es übernehmen könnte, ist bislang offen
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