Der omanische Co-Pilot eines Flydubai-Flugzeugs soll am 30. September den Kapitän angegriffen und geplant haben, die Maschine in den internationalen Flughafen von Tel Aviv zu steuern. Das teilte der Generalstaatsanwalt der Vereinigten Arabischen Emirate mit, wie Euronews berichtete. Der Mann habe sich dabei an den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA orientiert und den größtmöglichen Verlust an Menschenleben verursachen wollen.
Der Co-Pilot soll den Kapitän mit einer Axt angegriffen haben. Während das Flugzeug plötzlich rund 5.000 Meter gesunken sei, hätten Passagiere das Cockpit gestürmt und um die Kontrolle über die Maschine gekämpft. Dem indischen Kapitän sei es gelungen, die Cockpittür zu öffnen. Passagiere und Besatzungsmitglieder hätten den Angreifer überwältigt, anschließend sei das Flugzeug in Saudi-Arabien notgelandet.
Nach den Erkenntnissen des Generalstaatsanwalts habe der Co-Pilot die beruflichen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen für seine Anstellung erfüllt. Dazu hätten eine Pilotenlizenz, ein Führungszeugnis und die vorgeschriebenen Überprüfungen gehört. Zuvor sei ihm im Oman wegen extremistischer Ansichten das Fliegen untersagt worden.
Die meisten Passagiere an Bord seien Israelis gewesen. Israels Präsident Isaac Herzog habe am Donnerstag sechs Israelis mit dem Präsidentenpreis für zivile Tapferkeit ausgezeichnet, weil sie geholfen hätten, die versuchte Entführung zu vereiteln. Herzog habe erklärt, der Mut und der Einfallsreichtum der Helfer dürften die Pflicht nicht überschatten, vollständige Antworten zu erhalten. Alle hätten Anspruch auf klare und zufriedenstellende Antworten.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die Passagiere und den Piloten für ihren Einsatz gelobt. Zudem habe er eine gründliche Überprüfung aller Sicherheitsaspekte der ausländischen Zivilluftfahrt nach Israel angeordnet.
Kommentare (0)