Eine Auswertung weist für das Jahr 2025 eine höhere registrierte Gewaltkriminalität unter Nichtdeutschen als unter Deutschen aus. Demnach wurden 0,6 Prozent aller Nichtdeutschen und 0,2 Prozent aller Deutschen wegen einer schweren Gewalttat in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst, berichtete die WELT.
In Verbindung mit dem Niedersachsen-Survey fielen die Unterschiede zwischen Deutschen und Nichtdeutschen geringer aus, sagte Prätor. Die Tendenz bleibe jedoch bestehen. Zu den Fragen gehört, ob sie Gewalt als legales Mittel zur Konfliktlösung sehen.
Als zwei bedeutsame Faktoren für die höhere Kriminalitätsrate unter Nichtdeutschen nannte Prätor die unterschiedliche Anzeigebereitschaft und Einstellungen zur Gewalt. Die Bereitschaft, nichtdeutsche Personen anzuzeigen, sei unter allen Menschen in Deutschland etwa doppelt so hoch wie bei deutschen Personen.
Dies lasse sich nach Prätors Einschätzung jedoch nicht auf einen kulturellen Faktor zurückführen.
Weitere Gründe seien das Alter und das Geschlecht. Auch die sozioökonomische Situation spiele eine Rolle.
Die Forschenden betonten zugleich, dass insgesamt weniger als ein Prozent der Deutschen wie auch der Nichtdeutschen überhaupt mit Gewaltkriminalität in Erscheinung getreten seien. In beiden Bevölkerungsgruppen hätten somit mehr als 99 Prozent keine Gewaltstraftat begangen.
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