Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat im APA-OGM-Vertrauensindex 26 Punkte verloren. Die Polizei konnte ihren bereits hohen Vertrauenssaldo hingegen um sieben Punkte steigern.
Infolge der Krise der Wirtschaftskammer seien auch andere Kammern, die Sozialpartner und Interessenvertretungen unter Druck geraten, allerdings deutlich weniger stark.
Die Arbeiterkammer verlor gegenüber 2025 acht Punkte und erreichte einen Vertrauenssaldo von plus 48. Beim ÖGB sank der Wert um sieben Punkte, bei der Industriellenvereinigung um sechs und bei der Landwirtschaftskammer um fünf Punkte.
Das Bundesheer büßte neun Punkte ein, lag mit einem Saldo von 51 aber weiterhin auf dem dritten Platz. Vor ihm rangierten die Polizei mit 76 und die Volksanwaltschaft mit 60. Die Polizei habe ihren Vertrauenssaldo gegenüber dem Vorjahr um sieben Punkte auf 76 erhöht, sagte Klotz.
Weiterhin im Spitzenfeld lagen die Universitäten mit 43, der Rechnungshof mit 42 und der Verfassungsgerichtshof mit 39. Rückgänge gab es auch bei der Österreichischen Gesundheitskasse um acht Punkte und bei der Ärztekammer um sechs Punkte.
Die Nationalbank und die Landesregierungen verbesserten sich im Jahresvergleich jeweils um sechs Punkte. Statistik Austria und Schulen legten jeweils um fünf Punkte zu.
Die Bundesregierung kam auf einen Vertrauenssaldo von minus 22 und lag damit auf dem drittletzten Platz. Niedrigere Werte erreichten die katholische Kirche mit minus 30 und die sozialen Medien mit minus 70. Auch die Medien lagen mit minus 13 sowie die Europäische Union mit minus fünf im negativen Bereich.
Für den Vertrauensindex befragte OGM im Oktober 2026 insgesamt 1.047 repräsentativ ausgewählte österreichische Wahlberechtigte. Die maximale Schwankungsbreite beträgt drei Prozent. Der Vertrauenssaldo ergibt sich aus der Differenz zwischen den Anteilen der Befragten, die einer Institution vertrauen, und jenen, die ihr nicht vertrauen.
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