Die Genfer Staatsanwaltschaft hat wegen verdächtiger Zahlungen im Wahlkampf des Staatsrats Pierre Maudet aus dem Jahr 2023 ein Strafverfahren eröffnet, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Am 23. September durchsuchte die Polizei in diesem Zusammenhang Räume einer Treuhandgesellschaft und des Unterstützungsvereins. Ein Verdächtiger befinde sich in Untersuchungshaft, berichtete RTS.
Nach Angaben von RTS flossen mehr als 20’000 Franken von fünf anonymen Spendern an den Verein zur Unterstützung Maudets. Eine involvierte Treuhandgesellschaft habe die Rechtmässigkeit der Zahlungen bestätigt.
Die Staatskanzlei habe deshalb bereits administrative Sanktionen gegen den Verein und die Treuhandgesellschaft verhängt.
Sie bestreite die Zahlung und habe im vergangenen Jahr Strafanzeige erstattet. Aufgrund dieser Anzeige und des Verdachts auf Urkundenfälschung leitete die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ein.
Dem Geschäftsführer der Treuhandgesellschaft werde Urkundenfälschung vorgeworfen. Die Präsidentin des Unterstützungsvereins habe den Status einer Auskunftsperson. Pierre Maudet, der Begünstigte der Spenden, werde laut RTS derzeit nicht beschuldigt. Für den Geschäftsführer und die Vereinspräsidentin gilt die Unschuldsvermutung.
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