Uniko-Präsidentin Brigitte Hütter sagte laut ORF News, auf den ersten Blick habe sich seit der Ankündigung im Frühjahr nichts geändert.
Die Bundesregierung hatte sich am Samstag (17. Oktober) bei einer Arbeitssitzung auf das Universitätsbudget für die drei Jahre geeinigt. Demnach sollen Österreichs Universitäten und Hochschulen 16 Milliarden Euro erhalten.
Die uniko hält den Betrag jedoch weit unter ihrem Finanzierungsbedarf von 18 Milliarden Euro, den sie allein zur Inflationsabgeltung gefordert hatte.
Aus Sicht der uniko sind weiterhin mehrere Posten ungeklärt. Laut Presseunterlagen und einer kurzen, lediglich mündlichen Information des Wissenschaftsministeriums dürften die Ärztegehälter von knapp 300 Millionen Euro aus den 16 Milliarden bezahlt werden. Auch der Zuschuss zum FTI-Pakt sei noch offen. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) habe den Universitäten versichert, dieser Zuschuss von 150 Millionen Euro sei nur für das Jahr 2027 zu zahlen.
Wenig später hätten die Universitäten vom Finanzminister erfahren, dass er daraus eine Dauersubvention seitens der Universitäten machen wolle. Selbst wenn diese Sonderausgaben entfallen, sei von einem inflationsbedingten massiven Personalabbau auszugehen. Die uniko wolle die Lage zu Wochenbeginn genauer kommentieren.
Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) verweist auf die von den Universitäten geforderten 18 Milliarden Euro. Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitz sagte, unter diesen Voraussetzungen könne von einem dringend notwendigen Ausbau der Hochschulen keine Rede sein.
Die ÖH sieht die Auseinandersetzung mit der Budgetbekanntgabe nicht als beendet.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sprach nach dem Treffen der Regierungsspitze von einer exzellenten Lösung. Zugleich betonte er, die Universitäten müssten nun ernsthafte Reformen angehen. Die Hochschulstrategie 2040 müsse im ersten Quartal vorliegen, so der Kanzler.
Kommentare (0)