Die Forschenden haben ihre Entdeckung bei der letzten Antarktisexpedition des Eisbrechers gemacht.
Lange galt die Ostantarktis als stabil. Man habe bislang angenommen, dass dies vor allem an der höheren Lage und am Küstenstrom liege, der die Region von wärmerem Meerwasser abschirme. Nun haben die Forschenden eine weitere Ursache gefunden. Dieser Sedimentkeil stabilisiert das Eis. Der positive Effekt könne das Abschmelzen allerdings allenfalls mildern, nicht verhindern.
Auch die Ostantarktis schmilzt inzwischen. Die Durchschnittstemperaturen liegen dort nach wie vor bei konstant minus 55 Grad Celsius. Die Forschenden zeigt diese Entdeckung, dass auch diese lange als widerstandsfähig geltende Region immer verwundbarer wird.
Dieser sogenannte Albedo-Effekt führt zu einer Kettenreaktion: Das schmelzende Eis verringert den Albedo-Effekt, der Ozean nimmt mehr Wärme auf und verstärkt so die Erderwärmung.
Die Eisschmelze bedroht Wale, Pinguine und Krill und verändert ihren Lebensraum. Krastel zufolge verliert der Eiskontinent im Jahresdurchschnitt 150 Milliarden Tonnen Eis. Langfristig, so Krastel, zerstöre das die Lebensgrundlagen der Tierwelt und erhöhe den Meeresspiegel.
Ohne eine schnelle und deutliche Reduktion der Klimagase setze ein unumkehrbarer Prozess ein: Das Eis am Südpol schmelze immer schneller, und der Meeresspiegel steige unaufhaltsam. Auch Mitteleuropa wäre betroffen.
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