Der Schweizer Dachverband der Pflege, Alliance Care, hat sich aufgelöst und ein Konkursverfahren eingeleitet. Die wirtschaftliche Entwicklung sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, teilte der Verband am Mittwoch (14. Oktober) mit, wie SRF News Schweiz berichtete. Versuche, die Finanzen zu stabilisieren, seien erfolglos geblieben.
Bereits im Juni hatte Alliance Care 17 von 91 Mitarbeitenden gekündigt. Das entsprach fast einem Fünftel der Angestellten.
Die erwartete Zunahme der Mitgliederzahlen blieb jedoch aus und verhinderte laut Mitteilung eine langfristige finanzielle Absicherung.
Sophie Ley, die Präsidentin von Alliance Care, bedauerte die Entwicklung ausserordentlich. Sie habe anerkennen müssen, dass sich ein Vorhaben trotz grossen Einsatzes nicht wie erhofft umsetzen lasse.
Nach der Auflösung prüfen der SBK und die anderen Gliedverbände, in welcher Form die an Alliance Care ausgelagerten Dienstleistungen für die Mitglieder weitergeführt werden können.
SRF 4 News bewertete das Vorhaben als gescheitert und schrieb, die Pflegebranche müsse sich neu aufstellen. Die Idee eines gemeinsamen Dachs von der Pflegehilfe bis zur diplomierten Pflegeexpertin sei dazu gedacht gewesen, ein geeintes Auftreten zu ermöglichen. Die Mitgliederzahlen seien jedoch nicht schnell genug gewachsen, um die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen und die Kosten des Dachverbands zu decken.
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