Die Europäische Union will im Wettlauf um künstliche Intelligenz aufholen, doch Kritiker bezweifeln, dass ihr das gelingt. Im Rennen um die Vorherrschaft gelten derzeit vor allem die USA und China als ernsthafte Anwärter, während die EU in der KI-Debatte kaum eine Rolle spielt.
Nun bezeichnete er KI als vielleicht vielversprechendsten Weg, um das Wachstum anzukurbeln. Die Auswirkungen wären katastrophal.
Das Motto lautete, KI zu nutzen, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu revolutionieren. Der Umgang mit KI ist allerdings deutlich komplizierter geworden. Eine Reihe von Vorfällen mit außer Kontrolle geratenen KI-Agenten hat für Alarm gesorgt. Genannt wurde ein Angriff im Juni auf die Online-Plattform „Hugging Face“, bei dem 1200 Agenten die Plattform gehackt haben sollen.
Die Stimmung auf dem Gipfel war trotzdem weitgehend positiv.
Andere Themen, die Kritiker der KI am Herzen liegen, kamen in den Diskussionen kaum zur Sprache. Dazu zählen massive Umweltschäden durch Rechenzentren ebenso wie KI-bedingte Arbeitsplatzverluste. Eine der Organisatorinnen der Demonstration, Alexandra D., sagte dem Sender, die KI werde den Arbeitnehmern aufgezwungen, ohne dass sie einverstanden seien.
Nicht jeder ist jedoch überzeugt, dass die EU ihre KI-Kapazitäten ausbauen oder wirksame Vorschriften entwickeln kann. Eddie Wilson, CEO der europäischen Fluggesellschaft Ryanair, bezweifelt, dass Brüssel KI gut regulieren kann, ohne Innovationen zu behindern. Das Letzte, was man wolle, seien Regulierer, die keine Ahnung von der Branche haben, sagte er dem Sender. Wilson äußerte Sorge um Europa, weil die Tech-Unternehmen schnell vorankommen müssten. Das Umfeld in den USA sei innovationsfreundlicher. Wenn Europa nicht mitziehe, werde die Entwicklung eben woanders stattfinden, in China und in den USA.
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