Das Ergebnis: Die Abhängigkeiten bestehen vor allem in indirekter Form. Die Forscher nahmen sieben von neun Bereichen unter die Lupe, die die Regierung in ihrer Industriestrategie als Schlüsseltechnologien definiert hat.
Kritisch sehen die Forscher vor allem die Rolle sogenannter Produktionszentren. Sie schaffen Abhängigkeiten, auch wenn Unternehmen ihre Produkte in verschiedenen Ländern kaufen.
Das schreibt das im Wifo angesiedelte Lieferketteninstitut.
Das geringste systemische Risiko weist der Bereich Life-Sciences und Biotechnologie auf. Dort dominieren Handelsbeziehungen mit der Schweiz.
Sie wurden bisher wenig beachtet. ASCII-Direktor Peter Klimek warnt, dass mehr Lieferanten nicht automatisch mehr Sicherheit bedeuten. Hängen mehrere Lieferanten in unterschiedlichen Ländern am Ende alle von demselben Produktionshub ab, sei die Lieferkette nicht wirklich diversifiziert, auch wenn es auf den ersten Blick so aussehe. Ein Unternehmen könne fünf Lieferanten in fünf Ländern haben und dennoch auf einen einzigen Hub angewiesen sein.
Bei Halbleitervorprodukten verweist das ASCII auf Taiwan. Im fossilen Energiebereich bestehen Abhängigkeiten von den USA bei Flüssiggas. Klimek bezeichnet diese starke Lieferantenkonzentration als Warnsignal.
Bei Halbleitern soll Österreich gezielt bestehende Stärken ausbauen, etwa bei Test- und Verpackungsausrüstung sowie bei IC-Designfähigkeiten.
Kommentare (0)