Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verzichtet auf die erstmals ausgetragene U15-Weltmeisterschaft der Jungen, zu der der Weltverband FIFA eingeladen hatte. Gegenüber der Deutschen Welle erklärte der Verband, die Entscheidung gegen eine Teilnahme sei bewusst getroffen worden. Deutschland gehört damit zu den wenigen Mitgliedern, die die Einladung ausgeschlagen haben.
Das Turnier umfasst fast 1.000 Spiele und 189 teilnehmende Teams. Ein solcher Umfang ist bei internationalen Wettbewerben für diese Altersklasse bisher nicht üblich gewesen. Ab dem 24. Oktober wird das Turnier in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ausgetragen.
Der DFB begründete seine Absage damit, dass der Identifikations- und Entwicklungsprozess auf dieser Altersstufe noch in vollem Gange sei.
Nach Ansicht des DFB dürfe man Nachwuchsspieler nicht frühzeitig den Folgen des Profibetriebs aussetzen.
Nach Einschätzung des Senders passt die Absage zur vorsichtigen deutschen Nachwuchsförderung. In einigen Ländern, etwa in England, gibt es keine Altersgrenze für Profieinsätze.
2022 gehörte er zum deutschen WM-Kader.
Nachwuchsleiter Benjamin Liedtke erklärte damals, im Mittelpunkt stehe der Dialog mit den Jugendlichen, ihren Familien und ihrem Umfeld. Der Verein habe sich ausdrücklich gegen die Kommerzialisierung des Jugendfußballs positioniert.
Deutschland ist nicht das einzige Land, das verzichtet. Auch die USA sagten ab.
Russische Nationalteams waren nach dem Angriff auf die Ukraine 2022 ausgeschlossen worden.
Wenger zufolge benötigen junge Spieler sinnvolle Partien gegen wechselnde Gegner und vielfältige Erfahrungen auf dem Platz, um sich weiterzuentwickeln.
In der Gruppenphase treffen weder Israel und Palästina noch Serbien und Kosovo aufeinander. Für die K.-o.-Phase nennt die FIFA lediglich vier bis fünf weitere Spiele pro Team. Insgesamt soll es sechs Turniersieger geben.
Laut DFB war die russische Teilnahme nicht der Grund für die deutsche Absage. Dennoch könne sich der Verzicht aus sportpolitischer Sicht als kluger Schachzug erweisen, so die Einschätzung des Senders.
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