Vor rund 30.000 Jahren lebten Jäger und Sammler in einem Gebiet, das von Spanien bis Sibirien reichte. Wie die Salzburger Nachrichten unter Bezug auf ein Forschungsteam der Universität Wien berichten, gehörten sie zum sogenannten Gravettien, einer der bedeutendsten Kulturen der Altsteinzeit in Europa.
Zwischen den Menschen dieser Kultur habe es weitreichende Kontakte gegeben, die auch einen genetischen Austausch zwischen Ost und West einschlossen. Die Schlussfolgerungen stützen sich auf Genomdaten von menschlichen Überresten.
Der westliche und südwestliche Abstammungszweig trägt die Bezeichnung Fournol-Cluster.
Für die Untersuchung analysierte das Team neue und bereits veröffentlichte Genomdaten sowie alte DNA, die in Sedimenten von Höhlen erhalten geblieben war. Der Austausch über große Entfernung habe allerdings offenbar mit einer langfristigen Bevölkerungskontinuität im Südwesten Europas einhergehen können.
Gelabert hob in einer Mitteilung hervor, dass ost- und westeuropäische Populationen genetisch weniger isoliert gewesen seien, als bisher angenommen.
Die westeuropäische Abstammung habe sich demnach in der Region über Jahrtausende hinweg gehalten.
In dieser Phase war rund ein Drittel der weltweiten Landfläche von riesigen Eisschilden bedeckt.
Die genetischen Daten zeigten, dass der Vater wohl derselben genetischen Population angehörte, mit der Mutter jedoch nicht eng verwandt war. Daraus schließt das Team, dass Menschen zu dieser Zeit schon darauf achteten, Inzucht zu vermeiden.
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